Bea Lasnig Glasperlenmanufaktur

Beate Schubert fertigt Glasperlen nach traditioneller Neugablonzer Technik. Den Firmennamen hat ihr Urgroßvater geprägt, der in Salzburg Anfang des 20. Jahrhunderts eine Damenschneiderei betrieb.

Das Glasperlendrehen oder –wickeln ist etwa im 13. Jh. dort entstanden, wo sich damals auch die Glashütten befanden, nämlich wo es Holz gab und Quarzsand – der Rohstoff für Glas. Es ist anzunehmen, dass vor allem die Frauen der Glasbläser sich daran gewagt haben, Glasperlen zu drehen, denn für Männer war dies eher ein gering geschätztes Gewerk. Jedoch unterschätzt, denn bald verbreiteten sich die kleinen Kunststücke in der ganzen Welt, erlangten als Geschenke für Sultane und Staatsmänner Ansehen und Wert und fanden nicht zuletzt bei betuchten Damen als neuartige Schmuckstücke große Beliebtheit.

In ihrer Werkstatt werden u.a. italienische Murano-Farbgläser von Hand in der offenen Flamme verarbeitet. Farbstangen aus deutschen, tschechischen und chinesischen Glashütten runden das italienische Farbsortiment ab. Die Gläser sind transparent, opak oder halbdurchscheinend. Das Zusammenspiel der unterschiedlichen Gläser machen die Perlen besonders interessant.
Jedes Glas ist in der Handhabung ganz unterschiedlich: manche Farben, wie z. B. weiß laufen unheimlich schnell, sind sehr flüssig und drohen herabzutropfen. Andere wie z. B. Leaky Pen – ein sehr dunkles transparentes Blau sind – wie viele andere grüne und blaue Farben eher zäh, werden schnell wieder hart. Die Farben haben Namen wie Rainforest, Hämoglobin, Saatgrün oder Atlantis

Zur Gestaltung gibt es unzählige Möglichkeiten. Sie könnte an jedem Tag des Jahres eine andere Perle machen, so viele verschiedenartige Techniken stehen ihr zur Verfügung, um der Glasperle ihr Aussehen und ihren Charakter zu verleihen. Bei ihren aufwändigsten Perlen werden bis zu 15 Farbschichten übereinander geschmolzen. Die Art und Weise, die Farbgestaltung, das Verziehen oder Einstechen des heißen Glases bestimmen das Ergebnis.
Manche Techniken übt man jahrelang, ehe es einem gelingt ein fehlerfreies Design zu erreichen.
Das Glas ist ihre Lehrerin; sie erlernt immer aufs Neue Feinmotorik, Konzentration, Dankbarkeit, und dass Fließen und Erstarren ganz nah beieinander liegen…..
Sie meditiert an ihrem Brenner.

Aufgrund der Herstellungsart ist jede Perle ein Unikat und somit ein unvergleichliches, wertbeständiges Schmuckstück.

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