Wenn alte Druckkunst auf Fantasy trifft

Zwischen Marktständen, Gewandungen und dem Duft vergangener Zeiten gibt es manchmal einen Ort, an dem man unwillkürlich stehen bleibt. Nicht wegen lauter Musik oder greller Farben – sondern wegen der Atmosphäre. Wegen der Details. Wegen der Geschichten, die in Schwarz auf Weiß erzählt werden.
Genau das erwartet Besucher am Stand von Jan Heinzer.

Hier entstehen keine gewöhnlichen Bilder. Hier wird mit traditionellen Druckverfahren gearbeitet – mit Lithografie, Radierung, Linol- und Siebdruck. Techniken, die Jahrhunderte überdauert haben und heute nur noch selten live zu sehen sind. Und genau das macht den besonderen Reiz aus: Man kann nicht nur fertige Werke bestaunen – man erlebt ihre Entstehung.

Feine Linien wachsen aus einer Linoleumplatte. Mit ruhiger Hand entstehen mystische Wesen, düstere Gestalten, „Zufallskrieger“, die intuitiv aus Tusche und Vorstellungskraft geboren werden. Jedes Motiv wirkt wie ein Fragment aus einer vergessenen Legende. Mal roh und kraftvoll, mal detailverliebt und filigran – aber immer mit einer ganz eigenen Seele.

Wer sich für Mittelalter, Fantasy und Mythologie begeistert, wird hier unweigerlich fündig. Und selbst wer einfach nur neugierig ist, wird schnell hineingezogen in diese Welt aus Schwarz, Struktur und Fantasie.

Besonders spannend: Die Figuren entstehen teilweise live vor Ort. Besucher können beobachten, wie aus einer Idee ein Wesen wird – ohne festes Schema, ohne Schablone. Man weiß nie genau, was am Ende entsteht. Und genau das macht es so faszinierend.

Es ist mehr als ein Verkaufsstand. Es ist ein kleiner Einblick in eine Werkstatt. In einen kreativen Prozess. In echtes Handwerk.
Wer also auf dem Flachsmarkt unterwegs ist und Lust hat, nicht nur zu schauen, sondern zu entdecken – der sollte stehen bleiben, genauer hinsehen und sich überraschen lassen.

Manchmal beginnt ein Abenteuer mit einem einzigen Strich.

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