HP-Banner-Familientag

Flachsmarkt 2014

Handwerker, Ritter & Musikanten rund um Burg Linn nl50 en50

Handwerker, Ritter und Musikanten präsentieren sich von Samstag, 7., bis Montag, 9. Juni 2014 (Pfingsten) zum 39. Mal auf dem Flachsmarkt in Krefeld. Der traditionelle Handwerker-  und Erlebnismarkt rund um Burg Linn bietet nicht nur niveauvolle Demonstrationen und Präsentationen verschiedenster Handwerkskünste, sondern auch ein attraktives Rahmenprogramm für die ganze Familie.
Unter den Handwerkern findet man auch Vertreter fast ausgestorbener Berufe, die ihre Techniken an allen drei Markttagen live vorführen. Die Zuschauer erleben unter anderem Flachsspinner, Handweber, Lehmbauer, Sattler, Seiler, Rüstungsschmied, Kettenhemdmacher, Perückenmacherin und Buttermacher bei der Arbeit. Dabei präsentieren sich die einzelnen Künstler und Handwerker mal modern, mal traditionell.
Schauen Sie den Handwerkern bei ihrer Tätigkeit über die Schultern und erfahren Sie mehr über die Arbeitsweisen, Ideen und Traditionen. Erleben Sie ein hohes Maß an Qualität, Vielfalt, Kreativität, Abwechslung und Professionalität.
Ihre Kinder werden an vielen Stellen mit in das Geschehen einbezogen und haben die Gelegenheit, selbst aktiv zu sein. Das Angebot ist vielfältig: es wird gedrechselt, getöpfert, gefilzt, geschmiedet, getrommelt und vieles mehr.

fm2009-jochmann-385

Meisterprüfung zum Tischler erfolgreich abgelegt

Die Arbeitsgemeinschaft Flachsmarkt e.V. möchte alle jungen Menschen motivieren, das Handwerk als Chance für ihren Beruf zu sehen. Daher freuen wir uns, dass in diesem Jahr ein frisch gebackener Tischler-Meister aus Krefeld an der Eröffnung des Flachsmarktes teilnimmt.
Martin Hahnen, der seinen Schulabschluss an der Ter-Meer-Realschule gemacht hat, absolvierte seine Ausbildung zum Tischler bei den Vereinigten Städtischen Bühnen Krefeld und Mönchengladbach.
Nach zwei Jahren Berufserfahrung entschloss sich der Geselle auch Tischler-Meister zu werden, da er schon von Kindesbeinen an den Traum von einer eigenen Tischlerei hatte.

Diesem Traum ist er nun einen großen Schritt näher gekommen- mit einer der besten Meisterprüfung in Krefeld.
Zur Vertiefung und Erweiterung seines kaufmännischen Wissens legte er zudem nach der erfolgreichen Meisterprüfung noch die Prüfung zum Betriebswirt des Handwerks ab.

Auf dem Flachsmarkt sind auch zwei Tischler als Handwerker und Teilnehmer vertreten, die Ihr Handwerk hier präsentieren. Wilhelm Reiners auf der Ritterwiese fertigt große und auch moderne Holztische an. Doris Becker und Stephan Beek demonstrieren die Restauration von alten Möbeln und Türen.

A_Scholten20290113-30

Schirmherr 2014: Antoin Scholten – Bürgermeister von Venlo

Am Samstag öffnet der Flachsmarkt um 10:00 Uhr für Besucher und um 11:30 Uhr wird der Schirmherr, Bürgermeister von Venlo Antoin Scholten, den Flachsmarkt in der Vorburg offiziell eröffnen. Begleitet wird der Schirmherr vom Kurfürst mit großem Gefolge, einer Rittergruppe, der Historischen Gruppe, den Falknerinnen, Musikanten sowie Jagdhornbläser.
Als traditionelles und historisches Symbol des Marktes wird das Marktkreuz mit Richtschwert und Siegel aufgerichtet.
Hierbei wird auch die Leopold-Wahlefeld-Plakette an Herrn Hubert Jeck verliehen.

Grußwort des Schirmherren

Bürgermeister Venlo

Bürgermeister von Venlo A. Scholten und Oberbürgermeister von Krefeld G. Kathstede (Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation)

Eines der schönsten Merkmale unserer Region ist ihre reiche Geschichte, die sich in alten Gebäuden und historischen Stadtmauern, aber auch in Traditionen ausdrückt. Ich persönlich empfinde das immaterielle historische Erbe als einen der wichtigsten Träger unserer Kultur. Die Geschichte macht uns schließlich zu dem was wir sind, und mittels unserer Traditionen und Bräuche zeigt sich unsere Zivilisation.

Dabei ist es interessant, einmal beiderseits der Grenze genauer hinzusehen. Wo nationale Verwaltungsinstanzen vor allem die Unterschiede zwischen den Völkern betonen, da sind die Bewohner der Grenzregionen schon weiter. Sie verstehen den Dialekt des anderen, es wird gerne auf der anderen Seite gearbeitet und so manche ‘gemischte’ Ehe geschlossen. Ein erfolgreiches Modell für das auch die fünfzigjährige Städtepartnerschaft zwischen Krefeld und Venlo ein Beispiel ist.

A_Scholten20290113-30Sind ‘alte’ Traditionen altmodisch? Wer behauptet, dass das Mittelalter lange her ist, soll das gerne glauben. Ich bevorzuge eine andere Sichtweise. Denn wer die Geschichte genau studiert, entdeckt, dass Tradionen lebendig sind. Sie entstehen und machmal sterben sie aus. Doch sie werden auch wiedergeboren und passen sich an veränderte Gegebenheiten an.

Im Grunde zeigt doch die Art und Weise wie wir eine Tradition gestalten, genau so viel über uns aus wie über die Vergangenheit. Handwerklich und Authentizität zum Beispiel sind bei den Konsumenten wieder gefragte Werte.

Für mich ist der Flachsmarkt ein schönes Beispiel einer lebendigen Tradition. Seit den Siebzigerjahren -der Hippiezeit, erinnern Sie sich noch?- ist er wieder da! Wenn auch nicht mehr in seiner ursprünglichen Form aus dem Jahre 1315, so doch immer noch mit deutlich wahrnehmbaren mittelalterlichen Wurzeln. Was uns in Venlo besonders anspricht, das sind Qualität und Authentizität, und nicht zu vergessen, daß er von Freiwilligen veranstaltet wird!

Ich wünsche allen Besuchern des Flachsmarkts ein unterhaltsames und interessantes Pfingstwochenende und den großartigen Organisatoren eine erfolgreiche Veranstaltung. Und ich werde mir alles ganz genau anschauen, denn auch in Venlo pflegen wir eine lange Tradition grenzüberschreitender Gastfreundschaft.

Antoin Scholten – Bürgermeister von Venlo und Schirmherr des Flachsmarktes 2014

 

IMG_4569Begleitet wird der Bürgermeister von Venlo von der “Prinzenkapelle”. Die Prinzenkapelle des Karnevalvereins Jocus wurde 2001 gegründet – gleichzeitig mit der Jocusgarde. Zusammen eskortieren Sie den Stadtprinzen von Venlo. Wohin der Prinz mit seiner Gesellschaft kommt, geht die Prinzenkapelle voran und wird der Prinz von seiner Garde begleitet und beschützt.

Die Uniformen von Garde und Kapelle sind bis auf einige Details gleich. Durch die besondere Aufgabe (die Begleitung des Prinzentrios) beschränkte sich das ursprüngliche Repertoire der Kapelle auf Venloër „Vastelaovesmusik, abgewechselt mit Deutscher Karnevals- und Schlagermusik.

Die Kapelle probt jede Woche und daher ändert sich das Repertoire. Zum Repertoire gehören jetzt auch deutsche Popmusik, Schlagermusik und Arrangements von James Last, Billy Vaughn, UVA, und auch die Musik von André Rieux wird nicht gescheut.

Wegen der besonderen Aufgabe der Begleitung der Prinzengesellschaft in Sälen und im Freien und wegen der Konzerte und zahlreichen Feste, deren Glanz die Kapelle musikalisch erhöht, besteht die Orchesterbesetzung aus 23 Musikern.

Die Arrangements werden speziell für die Kapelle geschrieben. Sie bekommt dadurch einen ganz besonderen, eigenen „Sound“. Man hört in der Musik auch die Spielfreude und die Begeisterung der Musiker.

Die Prinzenkapelle steht unter der Leitung von Sef Gubbels, Mitgründer der Kapelle. Die Kapelle hat ihr Zuhause in der bekannten und gemütlichen limburgischen Grenzstadt Venlo an der Maas. Sie fühlt sich aber auf jedem Fest und bei allen großen Veranstaltungen und Partys wie zu Hause!

wahlefeldplakette

Wahlefeld-Plakette 2014 für Hubert Jeck

Hubert_JeckMit Hubert Jeck verleiht die Arbeitsgemeinschaft Flachsmarkt im Rahmen des Flachsmarktes 2014, die Leopold-Wahlefeld-Plakette an einen Linner Bürger, den am Ort fast jedes Kind kennt. Und das im wahrsten Wortsinn.

Dabei fing sein bürgerschaftliches Engagement ganz unspektakulär an. „Ich habe die Jugendabteilung des Handballvereins TV Burgfried Linn geleitet“, erinnert sich der 65-Jährige, der heute noch Mitglied im Verein ist. Damals – vor 35 Jahren – habe er einfach etwas für die Jugend am Ort tun wollen. Es sei ja nicht so viel los gewesen, erinnert sich Jeck.

Um den jungen Menschen mehr Raum zu bieten, hat er 1984 das bekannte Café Konkurs eröffnet: ein Treffpunkt für Handballer, Gymnasiasten und interessierte Jugendliche. Mit einer zehnjährigen Unterbrechung führt der gelernte Maschinenbautechniker Jeck das Café Konkurs bis heute. Mittlerweile hat sich die Einrichtung, in der es bis heute Mineralwasser für die Hälfte des Bierpreises gibt, auch als Kulturkneipe einen Namen gemacht.

Darüber hinaus ist Hubert Jeck Mitglied im Bürgerverein Linn, seit zehn Jahren auch aktiv im Vorstand. In diesem Rahmen ist er Herausgeber der Linner Bürgerpost, die quartalsweise erscheint.

Die Flachsmarktbesucher kennen Hubert Jeck seit 1992. Damals hatte er in Linn einen Bioladen eingerichtet und lud auf dem Flachsmarkt erstmals ins Bio-Café, wo es Felafel und andere leckere Spezialitäten gab. Wichtig war Jeck auch der Nachhaltigkeitsgedanke: Statt auf Plastikgeschirr servierte er Getränke und Speisen in Porzellan und Gläsern.

Kooperation_BVK Verlag_3_web

Spannende Lesung entführt in die Welt der Ritter

Kooperation_BVK Verlag_2_webUm das vielfältige Rahmenprogramm für Kinder auf dem Flachsmarkt noch spannender zu gestalten, ist die Arbeitsgemeinschaft Flachs-markt erstmalig eine Kooperation mit dem Buch Verlag Kempen (BVK) eingegangen. Mit einer Lesung der besonderen Art laden die Partner zu Pfingsten die kleinen Besucher an allen drei Veranstaltungstagen jeweils um 13 und um 15.30 Uhr zu einer aufregenden Zeitreise ein.

„Reiseleiterin“ ist die erst 19-jährige Shanti Lunau, die Mitte des Jahres ihren ersten Fantasy-Roman veröffentlichen wird. Die junge Hobby-Schauspielerin vermittelt auf anschauliche Weise den Inhalt des Sachbuches „Abenteuer Weltwissen: Ritter“ und des dazu erschienenen Hörspiels „Der vergiftete Brunnen“. Dabei schlüpft Shanti Lunau in die Rolle der Protagonistin des Buches: der elfjährigen Tina, die die Welt der Ritter kennenlernt.

Shanti Lunau entführt die jungen Flachsmarkt-Besucher auf eine Ritterburg, wo sie den Alltag der Ritter, aber auch des Burgpersonals erklärt. Und damit die Kinder eine Vorstellung davon bekommen, wie es im Mittelalter so zuging, findet die Lesung in einem Pagodenzelt statt. Stühle gibt es hier nicht, stattdessen sitzt man auf Strohballen und lauscht den Geschichten. Die Darbietungen dauern jeweils rund 45 Minuten und richten sich vor allem an Kinder im Alter von 6 – 12 Jahren.

Das Zelt des Buch Verlag Kempen (Stand 218, in direkter Nähe zur Burg) hat an allen Veranstaltungstagen von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Hier erfahren Neugierige auch außerhalb der Lesungszeiten noch mehr Wissenswertes über Ritter und weitere Verlagsthemen.

Lul_2_DSC9435-web2

Vier „Fernsehfrauen“ präsentieren ihr Handwerk

Lul_2_DSC9435-webKennengelernt haben sich Kürschnermeisterin Anke Windmann aus Ostwestfalen, Glasperlenmacherin Karin Höflich aus dem Rheinland, Holzbildhauserin Gesa Wilmsmann aus Dortmund und Stoffdruckerin Ellen Ostendorf aus dem Münsterland quasi in einem alten Bus, mit dem sie im wahrsten Wortsinn über Land gefahren sind. Alle vier einte eine Mission: Bei der WDR-Kultsendung „Land & Lecker“ wollten die Landfrauen als gute Gastgeberinnen mit Kreationen aus der Küche überzeugen. Die Fernsehzuschauer konnten ihnen dabei über die Schulter schauen. Diese Möglichkeit haben nun auch die Besucher des Flachsmarktes. Hier wird zwar nicht gekocht, aber von Samstag, 7., bis Montag, 9. Juni 2014 (Pfingsten), stellen die vier Damen beim 39. Flachsmarkt auf Burg Linn jeweils ihr Handwerk vor.

Kürschnermeisterin Anke Windmann hat schon mit acht Jahren Kleider für ihre Barbie-Puppe entworfen; mit elf Jahren hat sie sich selbst sowie auch ihre Mutter eingekleidet. Da lag die Berufswahl nahe. Weil sie aber keine Lehrstelle im Schneiderhandwerk fand, entschied sich die 51-Jährige, Kürschnerin zu werden – also Pelzbekleidung und andere Pelzprodukte zu fertigen. Mit nur 23 Jahren war sie die jüngste Kürschnermeisterin Deutschlands.

Anke Windmann hat sich heute auf das Re-Design getragener Pelzbekleidung spezialisiert. So entstehen aus einem Fellkragen oder einer Kappe beispielsweise Pulswärmer, Taschenanhänger oder ein Kapuzenbesatz. Ein Pelzmantel wird zu einer gemütlichen Kuscheldecke, einer Tasche oder einer Kissenhülle umgearbeitet. Die Bandbreite ist groß. Auf dem Flachsmarkt stellt die Westfälin die Arbeit des Kürschnermeisters vor. Mit dabei hat sie auch eine Pelzmaschine, mit der sie ihre Produkte fertigt. Außerdem stellt sie ihre Kollektion aus Re-Design-Stoffen sowie aus neuen Stoffen und Wolle gefertigte Unikate vor.

Bereits seit 1984 arbeitetGlasperlenmacherin Karin Höflich mit dem fragilen Material und ist heute noch genauso fasziniert davon wie damals. Angefangen hat alles mit klassischen Tiffany-Arbeiten. 1997 besuchte die heute 44-Jährige die Sommerakademie in Frauenau und erlernte das Glasblasen vor der Lampe. Diese Art der Glasverarbeitung weckte in ihr den Wunsch, weiter mit Heißglas zu arbeiten.

Anfang 2005 entdeckte die Rheinländerin aus Langenfeld ihre Leidenschaft für das Weichglas und die Perlen. Seitdem widmet sie sich dem Spiel mit der Schwerkraft und den Farben. Karin Höflich arbeitet in der Regel mit Gläsern aus der Reichenbach- und Muranoglashütte, die mit ihrer Farbenvielfalt die Kreativität anspornen. Die zeigt sich in ihren Produkten: Hauptsächlich formt Karin Höflich Ess- und Vorlegebestecke, die auch die Besucher des Flachsmarkts bewundern können.

Der Besuch einer Veranstaltung zum Thema „350 Jahre Westfälischer Frieden“ hat der Holzbildhauerin Gesa Wilmsmann (32) den beruflichen Weg gewiesen. Das war 1998: Damals versuchte sich die Dortmunderin im Rahmen dieser Veranstaltung im Steinbildhauen; das brachte sie schließlich zur einer Ausbildung zur Holzbildhauerin. Mit Hilfe von Schnitzbock, Figurenschraube, Schnitzeisen und Schnitzmessern, Knüpfel, Kettensäge und Plastillinmodellen erschafft die 32-Jährige heute Holzskulpturen zwischen zwei Zentimetern und zwei Metern Größe. Meist handelt es sich dabei um Objekte aus Faltenwürfen oder Portraitköpfe. Auf dem Flachsmarkt präsentiert sie ein Faltenwurf-Ratespiel, ein Flammen-schachspiel, Capoeiristas aus Thuja, Faltenwurfschalen einen Jugendstil-käfer an Distelranken und Portraitköpfe.

Im zarten Alter von 15 Jahren begeisterte sich Diplom-Produktdesignerin Ellen Ostendorf für einen handgestochenen alten Stoffdruckstempel aus Holz, so dass sie begann, diese Druckmodeln zu sammeln. Das war sozusagen die Initialzündung: Bis heute hat sie in ihrem eigenen Unternehmen Blauweiß’chen GmbH ca. 2500 unterschiedliche Modelmotive (Druckstempel) nach alten Originalen sowie nach eigenen Entwürfen entworfen und gefertigt. In Kombination mit den ebenfalls von Ellen Ostendorf entwickelten Farben ist es auch Laien möglich, handgedruckte textile Unikate zu erstellen. Wie das geht, zeigt die 54-Jährige aus Ascheberg nicht nur auf Kunsthandwerkermärkten, sondern auch in Seminaren, die sie in ihrem Unternehmen anbietet.

An alle drei Flachsmarkttagen führt Ellen Ostendorf das Drucken mit Modeln auf Papier und Stoff vor. Sie zeigt, wie jeder „Stempel“ in allen möglich Varianten angedruckt werden kann und somit eine große Vielfalt von Nutzungsmöglichkeiten aufweist: als Fläche, Bordüre, Eckmotiv oder Rosette.

Die Besucher haben die Gelegenheit, sich ihr Lieblingsmotiv auszusuchen, denn Ellen Ostendorf hat Hunderte Druckmodeln im Gepäck. Ebenfalls mit dabei hat sie „Blauweiß’chens Feine Farben“, die sich zum Bedrucken von allen Naturfasern wie Baumwolle, Leinen, Wolle und Seide sowie Papier eigenen. Ebenfalls erhältlich sind handgedruckte Unikate: Lavendelbeutel, kleine Deckchen, Sets und Läufer, Mitteldecken und vieles mehr.

2012-08-20-schuetzenfest-014

30 Jahre Heimatbrunnen Linn

Königsgrenadiere laden zum bunten Fest

2011-08-17-linn-fm-108Mit einem Brunnenfest feiern die Königsgrenadiere Linn am Sonntag, 1. Juni, in der Zeit von 11 bis18 Uhr, einen besonderen Anlass: Vor genau 30 Jahren wurde der Heimatbrunnen an der Ecke Rheinbabenstraße/Am Mühlenhof neu gestaltet. Seitdem ist der kleine Platz gern genutzter Treffpunkt und aus dem Ortsbild von Linn nicht mehr wegzudenken.

1984 wurde der Platz vor dem Stadtgraben an der Rheinbabenstraßen neu gestaltet. Es entstanden eine Stützmauer, Grünanlagen und ein liebenswerter Platz mit Möblierung, der die Bürger zum Verweilen einlädt. Den Heimatbrunnen hatte Bildhauerin Dr. M. Kiesselbach gefertigt. Noch im selben Jahr wurde der neue „Ortskern“ an den damaligen Oberbürgermeister der Stadt Krefeld Willi Wahl übergeben.

2012-08-20-schuetzenfest-014Seit 1989 zeichnet die Kompanie der Linner Königsgrenadiere für den Unterhalt von Platz und Brunnenanlage verantwortlich. Regelmäßig wird der Brunnen gereinigt und der Platz von Unrat gesäubert. Außerdem sorgen die Grenadiere dafür, dass die Bänke in Abständen frisch gestrichen werden. So bleibt der Platz rund um den Heimatbrunnen eine attraktive „Visitenkarte“ für den historischen Ortskern von Linn.

Mit dem Brunnenfest am Sonntag, 1. Juni, wollen die Königsgrenadiere ihre Verbundenheit zu Linn ausdrücken. Die Kompanie lädt interessierte Bürger und Gäste ein, das 30-jährige Bestehen des Heimatbrunnens mitzufeiern. Für das leibliche Wohl sowie gute Stimmung und Musik ist gesorgt. Gleichzeitig findet im historischen Ortskern auch ein Trödelmarkt statt.

Gwerder-Suter_Kettensäger-04

Weltrekord! 254,69 Meter lange Holzkette aus einem Fichtenstamm gesägt

Gwerder-Suter_Kettensäger-13„Holz ist warm und schön zu verarbeiten“, schwärmt Peter Gwerder. Schon als Junge zeigte sich der heute 69-jährige Schweizer fasziniert von diesem Naturmaterial. Auf einer Alm hatte er gesehen, wie aus einem Baumstamm eine Kette gesägt wurde. Das hat ihn nicht mehr losgelassen. Zahlreiche Holzketten hat Gwerder bereits gesägt. Auf dem Flachsmarkt können Besucher von Samstag, 7., bis Montag, 9. Juni 2014 (Pfingsten), unter anderem seine mit 254,69 Metern bislang längste Holzkette bewundern, die je an einem Stück aus einer 34 Meter langen Fichte gesägt und geschnitzt wurde.

Gwerder-Suter_Kettensäger-021200 Arbeitsstunden hat der Schweizer seit 2006 in die Holzkette investiert. 2012 hat er sie fertiggestellt. Das gute Stück wurde auch für einen Eintrag ins „Guinness Buch der Rekorde“ angemeldet. „Dieser Rekordversuch wurde rückwirkend auf den 12. Juli 2012 von der Jury am 20. Dezember 2013 akzeptiert“, sagt Peter Gwerder, der übrigens als Linienbusfahrer beruflich nie etwas mit dem Werkstoff Holz zu tun hatte.

Jedes einzelne der insgesamt 1506 Glieder der 254,69 Meter langen Kette hat beeindruckende Maße: 22 Zentimeter lang, sieben Zentimeter breit und ein Durchmesser von 27 Millimetern. „Und alles wurde aus einem Stück gesägt, nichts ist geklebt oder genagelt“, versichert Peter Gwerder, der sich 1980 an seine erste – vergleichsweise kurze – Holzkette gewagt hat. Im Laufe der Jahre und mit zunehmender Routine wurde der ungewöhnliche „Baumschmuck“ immer länger: Zunächst zehn Meter, später 47 Meter. Und jetzt eben 254,69 Meter.

Gwerder-Suter_Kettensäger-01Aber was macht man eigentlich damit? Gute Frage. „Ab und zu verkaufe ich ein Exemplar“, sagt Peter Gwerder. Ein Geschäft lasse sich daraus aber nicht machen. Er habe einfach Freude am Handwerk, betonte der Schweizer, der in diesem Jahr zum neunten Mal beim Flachsmarkt auf Burg Linn dabei ist.

Freiknecht03

„Schnittige“ Kunstwerke

Freiknecht02Mo Freiknecht betrachtet ihre Umgebung stets mit einem Augenzwinkern. Ihre Begegnungen und Erlebnisse setzt die 30-jährige Wahl-Düsseldorferin dann in farbenfrohe Sieb- und Linoldrucke um: illustrativ, grafisch und modern und immer mit einer Prise Humor. Wer die Welt durch die Augen von Mo Freiknecht betrachten möchte, ist vom Samstag, 7. bis Montag, 9. Juni 2014 (Pfingsten), auf dem Krefelder Flachsmarkt richtig. Hier präsentiert die Künstlerin ihre Drucke.

Schon früh entwickelte die gebürtige Flensburgerin Interesse an Gestaltung und Kunst. Da war das Grafikdesignstudium, das sie 2012 mit dem Master abschloss, quasi logische Konsequenz. Ihrem Studienschwerpunkt Illustration und Druckgrafik widmet sie sich auch in ihrer freischaffenden Tätigkeit. Allerdings hat die 30-Jährige nun – anders als im Studium – den Linoldruck für sich entdeckt. „Vielleicht arbeite ich aber künftig auch mit ganz anderen Drucktechniken, ausschließen möchte ich das nicht“, so Mo Freiknecht.

Freiknecht01Bei der Druckgrafik entsteht Kunst in Kleinserie; jede einzelne Arbeit ist original, handgefertigt und irgendwie auch ein Unikat. Denn wer die Drucke genau betrachtet, entdeckt kleine aber feine Unterschiede.

Druckgrafiken, besonders Linoldrucke, müssen sorgsam geplant werden. Da bei der Erstellung der Druckform alles von der Linoleumplatte entfernt wird, was beim Druck nicht sichtbar sein soll, kann nur ein falscher Schnitt die Arbeit zunichte machen.

Jeder Abzug wird schließlich von Hand mit Farbe bestrichen und gedruckt. Ihre Motive fertigt Mo Freiknecht in limitierter Auflage; jedes Werk erhält dabei eine Nummer. „Ist die Auflage ausverkauft, gibt es keine Neuauflage“, sagt Mo Freiknecht, der eines wichtig ist: Ihre Bilder müssen bezahlbar bleiben.

Pflanzendrucke

Design aus der Natur

bloomy KettenanhängerIhren beruflichen Ursprung kann Christine Wiegelmann nicht verleugnen. Vor allem die Pflanzenwelt findet sich in den unterschiedlichen Arbeiten der 36-Jährigen wieder. Wen wundert’s: Angefangen hat alles mit einer Ausbildung zur Floristin. Neben Illustrationen und Grafiken fertigt die Diplom-Designerin (Illustration und Produktdesign), die in Meschede lebt und arbeitet, auch Schmuckstücke sowie Re- und Upcyclingprodukte. Einen Überblick über die Bandbreite ihres Schaffens bietet sie auf dem Flachsmarkt auf Burg Linn.

5 bloomy OhrsteckerPflanzen und Farben sind ihre Welt. Die Leidenschaft für alles Florale und Bunte hat Christine Wiegelmann während der Lehre für sich entdeckt. Doch der Besuch der Meisterschule hat ihr schnell gezeigt, dass ihr Gestaltungsinteresse weit über das Floristische hinausgeht. Deshalb absolvierte sie an der Fachhochschule Münster ein Studium zur Diplom-Designerin. Seitdem verbindet sie in ihrer Arbeit bodenständiges Handwerk mit Kreativleistung. Tätigkeitsschwerpunkte sind die Bereiche Illustration, Druckgrafik, Floraldesign, Re- und Upcyclingdesign.

christine wiegelmann„Ich schätze mein breit gefächertes Arbeitsfeld sehr“, betont die 36-Jährige Designerin. Sie entscheide frei und spontan, in welche Richtung sie gerade gehen wolle. Die Klammer um alle ihre Arbeiten: die Pflanzen- und Tierwelt sowie Farben. So besticht beispielsweise ihre Schmuck- und Accessoire-Linie durch handverlesene, konservierte Pflanzenteile, die in Gießharz gebettet das Stück zu etwas ganz Besonderem machen. „Je nach neu entdeckten Materialien und Farbkonzepten verändert sich mein Sortiment fortlaufend, sodass es immer Neues zu entdecken gibt“, so Christine Wiegelmann.

Auf dem Flachsmarkt präsentiert sie den Besuchern neben ihrer Schmucklinie auch Illustrationen (Postkarten und druckgrafische Klappkarten) sowie kleine Buttons mit echten Pflanzen und Upcycling-Produkte. Wer mag, hat zudem die Gelegenheit, Christine Wiegelmann beim Löffeldruck – eine alte Hochdrucktechnik – über die Schulter zu schauen.

IMG-20140502-WA0003

Vegane und vegetarische Köstlichkeiten

Auf vielfachen Wunsch der Flachsmarkt-Besucher hin haben wir das Gatronomieangebot um veganes und vegetarisches erweitert. Auf der Ritterweise an Stand 304 werden folgende Köstlichkeiten angeboten:

  • Vegetarische Bratwurst in der Pidetasche
  • Gegrillter Halloumikäse in der Pidetasche
  • Bulgursalat auf Wunsch Mit Joghurt oder Sojatopping

Wir wünschen einen guten Appetit!