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<title>Flachsmarkt rund um Burg Linn in Krefeld</title>
<link>http://www.flachsmarkt.de</link>
<description>Flachsmarkt in Krefeld - Aktuelles und Neuigkeiten</description>
<language>de</language>
<copyright>Arbeitsgemeinschaft Flachsmarkt e.V.</copyright>

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<title>Geschichten von Gold und Silber</title>
<link>http://www.flachsmarkt.de/blog/index.php#56</link>
<pubDate>Fri, 17 May 2013 08:00:00 +0200</pubDate>
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<![CDATA[<p><a href="/images/blog/images/Thomas_Heinz-o.jpg" rel="fancybox" title="Flachsmarkt rund um Burg Linn in Krefeld"><img alt="" src="/images/blog/images/Thomas_Heinz.jpg" style="width: 250px; float: left; margin: 5px;" /></a> &bdquo;Schmuck dient der Sch&ouml;nheit wie auch seit Urzeiten der Sprache der Symbolik. Ob im religi&ouml;sen Zusammenhang oder in emotionaler Bedeutung, wie z.B. im Trauring, liegt oft ein ganz pers&ouml;nlicher Wert in dem jeweiligen Schmuckst&uuml;ck&quot;, so der Gold- und Silberschmiedemeister Thomas Heinz. Der 52-J&auml;hrige bringt die &Auml;sthetik und Wertigkeit in seinen Arbeiten durch reduzierte Formensprache in der Gestaltung und ausgereifte Technik im Handwerk mit hohem Tragekomfort zum Ausdruck. Zum mittlerweile sechsten Mal pr&auml;sentiert er den Besuchern des Krefelder Flachsmarktes vom 18. bis 20. Mai seine Handwerkskunst.</p>
<br/><br/><p>Die Technik, mit der Thomas Heinz heute das Edelmetall bearbeitet, haben schon Zunftkollegen vergangener Zeiten gekannt. So arbeitet er auch mit dem klassischen &sbquo;Schmieden&lsquo; &ndash; der Technik der Silberschmiede. Dabei wird das Edelmetall mit dem Hammer verformt und erh&auml;lt so seine flie&szlig;ende Form. Die handwerklichen F&auml;higkeiten hat er w&auml;hrend seiner Ausbildung zum Gold- und Silberschmied durch die Gestaltung und Fertigung von sakralen Gegenst&auml;nden wie Messkelchen und Monstranzen erlernt. Denn: &bdquo;Der Silberschmiede-Meister ist mit anderen Fertigkeiten vertraut als der Goldschmied&quot;, erkl&auml;rt Thomas Heinz, der nach der Ausbildung sowohl die Pr&uuml;fung zum Goldschmiede-Meister als auch zum Silberschmiede-Meister abgelegt hat.</p>

<p>So findet sich das traditionsreiche Handwerk heute in der Kollektion aus dem Hause Heinz wieder. Mit einem weiteren Meister und einem Auszubildenden entwickelt Thomas Heinz in seiner Wahlheimat im Westerwald - vom hochwertigen Collier &uuml;ber den Ring bis zur Armbanduhr - individuellen Schmuck. Industrielle Rohlinge als Grundlage f&uuml;r seine Schmuckst&uuml;cke suchen Kunden bei Thomas Heinz &uuml;brigens vergeblich. Dabei sind es vor allem Liebhaber des Au&szlig;ergew&ouml;hnlichen, die seine Kreationen sch&auml;tzen und nach einem ersten Eindruck auf einem Kunsthandwerkermarkt gerne den Weg in sein Atelier zwischen K&ouml;ln und Frankfurt finden.</p>

<p>Auf dem Flachsmarkt zeigt Thomas Heinz pers&ouml;nlich den Besuchern einen Ausschnitt seiner Kreationen. Dar&uuml;ber hinaus stellt er mit seinem Auszubildenden Interessierten die Pr&auml;getechnik vor und gibt einen Einblick in die Verarbeitung von Edelmetallen.</p>

<p>So k&ouml;nnen Besucher kleine Motive vorgeben, die dann mittels Draht in eine Metallfolie gepr&auml;gt werden. Auf diese Weise erhalten die G&auml;ste des diesj&auml;hrigen Flachsmarktes einen Ansteckbutton aus Bronze, Messing oder Silber als bleibendes Erinnerungsst&uuml;ck an die Veranstaltung.</p>

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<description> &amp;bdquo;Schmuck dient der Sch&amp;ouml;nheit wie auch seit Urzeiten der Sprache der Symbolik. Ob im religi&amp;ouml;sen Zusammenhang oder in emotionaler Bedeutung, wie z.B. im Trauring, liegt oft ein ganz pers&amp;ouml;nlicher Wert in dem jeweiligen Schmuckst&amp;uuml;ck&amp;quot;, so der Gold- und Silberschmiedemeister Thomas Heinz. Der 52-J&amp;auml;hrige bringt die &amp;Auml;sthetik und Wertigkeit in seinen Arbeiten durch reduzierte Formensprache in der Gestaltung und ausgereifte Technik im Handwerk mit hohem Tragekomfort zum Ausdruck. Zum mittlerweile sechsten Mal pr&amp;auml;sentiert er den Besuchern des Krefelder Flachsmarktes vom 18. bis 20. Mai seine Handwerkskunst.
Die Technik, mit der Thomas Heinz heute das Edelmetall bearbeitet, haben schon Zunftkollegen vergangener Zeiten gekannt. So arbeitet er auch mit dem klassischen &amp;sbquo;Schmieden&amp;lsquo; &amp;ndash; der Technik der Silberschmiede. Dabei wird das Edelmetall mit dem Hammer verformt und erh&amp;auml;lt so seine flie&amp;szlig;ende Form. Die handwerklichen F&amp;auml;higkeiten hat er w&amp;auml;hrend seiner Ausbildung zum Gold- und Silberschmied durch die Gestaltung und Fertigung von sakralen Gegenst&amp;auml;nden wie Messkelchen und Monstranzen erlernt. Denn: &amp;bdquo;Der Silberschmiede-Meister ist mit anderen Fertigkeiten vertraut als der Goldschmied&amp;quot;, erkl&amp;auml;rt Thomas Heinz, der nach der Ausbildung sowohl die Pr&amp;uuml;fung zum Goldschmiede-Meister als auch zum Silberschmiede-Meister abgelegt hat.

So findet sich das traditionsreiche Handwerk heute in der Kollektion aus dem Hause Heinz wieder. Mit einem weiteren Meister und einem Auszubildenden entwickelt Thomas Heinz in seiner Wahlheimat im Westerwald - vom hochwertigen Collier &amp;uuml;ber den Ring bis zur Armbanduhr - individuellen Schmuck. Industrielle Rohlinge als Grundlage f&amp;uuml;r seine Schmuckst&amp;uuml;cke suchen Kunden bei Thomas Heinz &amp;uuml;brigens vergeblich. Dabei sind es vor allem Liebhaber des Au&amp;szlig;ergew&amp;ouml;hnlichen, die seine Kreationen sch&amp;auml;tzen und nach einem ersten Eindruck auf einem Kunsthandwerkermarkt gerne den Weg in sein Atelier zwischen K&amp;ouml;ln und Frankfurt finden.

Auf dem Flachsmarkt zeigt Thomas Heinz pers&amp;ouml;nlich den Besuchern einen Ausschnitt seiner Kreationen. Dar&amp;uuml;ber hinaus stellt er mit seinem Auszubildenden Interessierten die Pr&amp;auml;getechnik vor und gibt einen Einblick in die Verarbeitung von Edelmetallen.

So k&amp;ouml;nnen Besucher kleine Motive vorgeben, die dann mittels Draht in eine Metallfolie gepr&amp;auml;gt werden. Auf diese Weise erhalten die G&amp;auml;ste des diesj&amp;auml;hrigen Flachsmarktes einen Ansteckbutton aus Bronze, Messing oder Silber als bleibendes Erinnerungsst&amp;uuml;ck an die Veranstaltung.
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<title>Wie Blei die Welt veränderte: Buchdruck wie zu Gutenbergs Zeiten</title>
<link>http://www.flachsmarkt.de/blog/index.php#53</link>
<pubDate>Thu, 16 May 2013 08:00:00 +0200</pubDate>
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<![CDATA[<p><a href="/images/blog/images/Beck_Bleisatz_2-o.jpg" rel="fancybox" title="Flachsmarkt rund um Burg Linn in Krefeld"><img alt="" src="/images/blog/images/Beck_Bleisatz_2.jpg" style="width: 250px; float: left; margin: 5px;" /></a> In Zeiten von Computer und Digitaldruck ist der Beruf des Schriftsetzers fast ausgestorben. Es gibt nur noch wenige, die dieses Handwerk beherrschen. Die einzelnen Lettern spiegelverkehrt und auf dem Kopf stehend zu setzen, mit der richtigen Menge Farbe gleichm&auml;&szlig;ig und mit optimalem Druck so aufs Papier aufzubringen, dass am Ende ein Ergebnis steht, das nicht nur inhaltlich, sondern auch optisch beeindruckt. Auf diese alte Kunst verstehen sich Willi Beck (Dachau) und Werner Hiebel (Garching). Zum ersten Mal pr&auml;sentieren die beiden vom 18. bis 20. Mai auf dem Krefelder Flachsmarkt den Schriftsatz mit Bleilettern und demonstrieren damit Buchdruck wie zu Gutenbergs Zeiten.</p>
<br/><br/><p>In der kleinen Schauwerkstatt des Flachsmarktes stehen zwei alte Handabzugspressen sowie einige Setzk&auml;sten mit einzelnen Lettern &ndash; also Buchstaben &ndash; unterschiedlicher Schriften. Besucher d&uuml;rfen nicht nur zuschauen, sondern sind auch eingeladen, mitzuarbeiten. &bdquo;Interessierte erhalten die Gelegenheit, zu setzen und zu drucken&ldquo;, verspricht Willi Beck, der sich nach der Ausbildung zum Schriftsetzer seinen Traum erf&uuml;llt hat, Grafik-Design zu studieren. Mit im Gep&auml;ck haben Beck und Hiebel dar&uuml;ber hinaus auch einige Schaust&uuml;cke ihre Arbeit. W&auml;hrend Willi Beck Exemplare seiner Einzelblattdrucke ausstellt, zeigt Werner Hiebel einige seiner handgedruckten B&uuml;cher.</p>

<p><a href="/images/blog/images/Beck_Bleisatz_5-o.jpg" rel="fancybox" title="Flachsmarkt rund um Burg Linn in Krefeld"><img alt="" src="/images/blog/images/Beck_Bleisatz_5.jpg" style="width: 250px; float: left; margin: 5px;" /></a>Dass die beiden ihr Handwerk gemeinsam auf Kunsthandwerkerm&auml;rkten einer interessierten &Ouml;ffentlichkeit n&auml;her bringen, ist&nbsp; - wie vieles im Leben &ndash; dem Zufall zu verdanken. &bdquo;Vor etwa sechs Jahren haben wir uns auf einer Handpressendruckerausstellung in M&uuml;nchen kennengelernt&ldquo;, berichtet der 62-j&auml;hrige Beck. Aus der Zufallsbegegnung entstand eine enge Freundschaft unter Kollegen, die ihren Beruf mit Leidenschaft und Herzblut aus&uuml;ben.</p>

<p>&nbsp;</p>

<p>Im Gegensatz zu Willi Beck hat Werner Hiebel als Bankkaufmann seine Liebe zum Schriftsetzer- und Buchdruckerhandwerk erst sp&auml;t entdeckt. Im Alter von 49 Jahren verabschiedete er sich aus der Welt der Zahlen und wandte sich den Lettern zu. In der Schule f&uuml;r Gestaltung in Basel (Schweiz) hat er sich zum Typografischen Gestalter ausbilden lassen. Im Anschluss daran wagte er den Schritt in die Selbstst&auml;ndigkeit und profitierte damals vom Umbruch in der Druckindustrie: &bdquo;Es wurde auf Digital umgestellt, die Bleischriften wurden aussortiert&ldquo;, erinnert sich Hiebel, der heute in seinem Verlag Officin Albis &uuml;ber mehrere Tonnen Bleischriften verf&uuml;gt. Mittlerweile ist das Setzen und Drucken mit Bleilettern nicht &uuml;berholtes Nischenhandwerk, sondern Kunstform. &bdquo;Wir beweisen, dass wir auch mit Blei Sch&ouml;nes und Modernes schaffen&ldquo;, betont Hiebel, der sich vor allem auf Lyrik-B&uuml;cher und B&uuml;cher f&uuml;r Kind gebliebene Erwachsene spezialisiert hat.</p>

<p><a href="/images/blog/images/Beck_Bleisatz_17-o.jpg" rel="fancybox" title="Flachsmarkt rund um Burg Linn in Krefeld"><img alt="" src="/images/blog/images/Beck_Bleisatz_17.jpg" style="width: 250px; float: left; margin: 5px;" /></a> Schriftsetzer - dies ist wahrscheinlich der einzige Beruf, in dem man sein fertiges Werk wieder zerst&ouml;rt. Trotzdem empfinden es sowohl Willi Beck als auch Werner Hiebel als Aufgabe, den Entstehungsprozess von der Bleiletter bis zum gedruckten Buch im wahrsten Wortsinn &bdquo;begreif-bar&ldquo; zu machen. Mit viel Liebe wird Buchstabe f&uuml;r Buchstabe unter Beachtung der nicht druckenden Teile wie Zwischenr&auml;ume und Zeilenabst&auml;nde in den &bdquo;Winkelhaken&ldquo; gestellt. Dann beginnt die Suche nach Fehlern -&nbsp; sogenannten &bdquo;Leichen&ldquo; und &bdquo;Hochzeiten&ldquo; &ndash; also nach W&ouml;rtern, die gar nicht bzw. doppelt gesetzt wurden.</p>

<p>Im Rahmen der Druckvorbereitung wird zuerst der gesetzte Text mit einer Kolumnenschnur ausgebunden: Die wird um den fertigen Text gezurrt, damit alles an seinem Platz bleibt. Dann wird der Satz in einer Abziehpresse mit Magneten und Schlie&szlig;zeug fixiert.</p>

<p>Anschlie&szlig;end erfolgt der Farbauftrag. Eine diffizile Angelegenheit, denn bei zu viel Druck w&uuml;rden die vergleichsweise &bdquo;weichen&ldquo; Buchstaben, die aus einer Legierung von Blei, Zinn und Antimon bestehen, besch&auml;digt werden. Nicht selten trennt sich in diesem&nbsp; Arbeitsschritt die handwerkliche Spreu vom Weizen. &bdquo;Zu viel Farbe ergibt eine verf&auml;lschte und ungenaue Wiedergabe der Schrift und bei zu starkem Druck bildet sich die Schrift auf der Papierr&uuml;ckseite als unerw&uuml;nschtes Relief ab&ldquo;, erz&auml;hlt Willi Beck. Ihm und seinem Kollegen Werner Hiebel ist es ein Anliegen, Bleisatz und Handpressendruck als Tradition zu bewahren und als Meilenstein der Geschichte der &bdquo;digitalen&ldquo; Generation wieder neu zu vermitteln.</p>

<p>Denn mehr als das Blei in den Gewehrl&auml;ufen, hat das Blei in den Setzk&auml;sten die Welt ver&auml;ndert, sagte schon Schriftsteller, Mathematiker und Physiker Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799).</p>

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<description> In Zeiten von Computer und Digitaldruck ist der Beruf des Schriftsetzers fast ausgestorben. Es gibt nur noch wenige, die dieses Handwerk beherrschen. Die einzelnen Lettern spiegelverkehrt und auf dem Kopf stehend zu setzen, mit der richtigen Menge Farbe gleichm&amp;auml;&amp;szlig;ig und mit optimalem Druck so aufs Papier aufzubringen, dass am Ende ein Ergebnis steht, das nicht nur inhaltlich, sondern auch optisch beeindruckt. Auf diese alte Kunst verstehen sich Willi Beck (Dachau) und Werner Hiebel (Garching). Zum ersten Mal pr&amp;auml;sentieren die beiden vom 18. bis 20. Mai auf dem Krefelder Flachsmarkt den Schriftsatz mit Bleilettern und demonstrieren damit Buchdruck wie zu Gutenbergs Zeiten.
In der kleinen Schauwerkstatt des Flachsmarktes stehen zwei alte Handabzugspressen sowie einige Setzk&amp;auml;sten mit einzelnen Lettern &amp;ndash; also Buchstaben &amp;ndash; unterschiedlicher Schriften. Besucher d&amp;uuml;rfen nicht nur zuschauen, sondern sind auch eingeladen, mitzuarbeiten. &amp;bdquo;Interessierte erhalten die Gelegenheit, zu setzen und zu drucken&amp;ldquo;, verspricht Willi Beck, der sich nach der Ausbildung zum Schriftsetzer seinen Traum erf&amp;uuml;llt hat, Grafik-Design zu studieren. Mit im Gep&amp;auml;ck haben Beck und Hiebel dar&amp;uuml;ber hinaus auch einige Schaust&amp;uuml;cke ihre Arbeit. W&amp;auml;hrend Willi Beck Exemplare seiner Einzelblattdrucke ausstellt, zeigt Werner Hiebel einige seiner handgedruckten B&amp;uuml;cher.

Dass die beiden ihr Handwerk gemeinsam auf Kunsthandwerkerm&amp;auml;rkten einer interessierten &amp;Ouml;ffentlichkeit n&amp;auml;her bringen, ist&amp;nbsp; - wie vieles im Leben &amp;ndash; dem Zufall zu verdanken. &amp;bdquo;Vor etwa sechs Jahren haben wir uns auf einer Handpressendruckerausstellung in M&amp;uuml;nchen kennengelernt&amp;ldquo;, berichtet der 62-j&amp;auml;hrige Beck. Aus der Zufallsbegegnung entstand eine enge Freundschaft unter Kollegen, die ihren Beruf mit Leidenschaft und Herzblut aus&amp;uuml;ben.

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Im Gegensatz zu Willi Beck hat Werner Hiebel als Bankkaufmann seine Liebe zum Schriftsetzer- und Buchdruckerhandwerk erst sp&amp;auml;t entdeckt. Im Alter von 49 Jahren verabschiedete er sich aus der Welt der Zahlen und wandte sich den Lettern zu. In der Schule f&amp;uuml;r Gestaltung in Basel (Schweiz) hat er sich zum Typografischen Gestalter ausbilden lassen. Im Anschluss daran wagte er den Schritt in die Selbstst&amp;auml;ndigkeit und profitierte damals vom Umbruch in der Druckindustrie: &amp;bdquo;Es wurde auf Digital umgestellt, die Bleischriften wurden aussortiert&amp;ldquo;, erinnert sich Hiebel, der heute in seinem Verlag Officin Albis &amp;uuml;ber mehrere Tonnen Bleischriften verf&amp;uuml;gt. Mittlerweile ist das Setzen und Drucken mit Bleilettern nicht &amp;uuml;berholtes Nischenhandwerk, sondern Kunstform. &amp;bdquo;Wir beweisen, dass wir auch mit Blei Sch&amp;ouml;nes und Modernes schaffen&amp;ldquo;, betont Hiebel, der sich vor allem auf Lyrik-B&amp;uuml;cher und B&amp;uuml;cher f&amp;uuml;r Kind gebliebene Erwachsene spezialisiert hat.

 Schriftsetzer - dies ist wahrscheinlich der einzige Beruf, in dem man sein fertiges Werk wieder zerst&amp;ouml;rt. Trotzdem empfinden es sowohl Willi Beck als auch Werner Hiebel als Aufgabe, den Entstehungsprozess von der Bleiletter bis zum gedruckten Buch im wahrsten Wortsinn &amp;bdquo;begreif-bar&amp;ldquo; zu machen. Mit viel Liebe wird Buchstabe f&amp;uuml;r Buchstabe unter Beachtung der nicht druckenden Teile wie Zwischenr&amp;auml;ume und Zeilenabst&amp;auml;nde in den &amp;bdquo;Winkelhaken&amp;ldquo; gestellt. Dann beginnt die Suche nach Fehlern -&amp;nbsp; sogenannten &amp;bdquo;Leichen&amp;ldquo; und &amp;bdquo;Hochzeiten&amp;ldquo; &amp;ndash; also nach W&amp;ouml;rtern, die gar nicht bzw. doppelt gesetzt wurden.

Im Rahmen der Druckvorbereitung wird zuerst der gesetzte Text mit einer Kolumnenschnur ausgebunden: Die wird um den fertigen Text gezurrt, damit alles an seinem Platz bleibt. Dann wird der Satz in einer Abziehpresse mit Magneten und Schlie&amp;szlig;zeug fixiert.

Anschlie&amp;szlig;end erfolgt der Farbauftrag. Eine diffizile Angelegenheit, denn bei zu viel Druck w&amp;uuml;rden die vergleichsweise &amp;bdquo;weichen&amp;ldquo; Buchstaben, die aus einer Legierung von Blei, Zinn und Antimon bestehen, besch&amp;auml;digt werden. Nicht selten trennt sich in diesem&amp;nbsp; Arbeitsschritt die handwerkliche Spreu vom Weizen. &amp;bdquo;Zu viel Farbe ergibt eine verf&amp;auml;lschte und ungenaue Wiedergabe der Schrift und bei zu starkem Druck bildet sich die Schrift auf der Papierr&amp;uuml;ckseite als unerw&amp;uuml;nschtes Relief ab&amp;ldquo;, erz&amp;auml;hlt Willi Beck. Ihm und seinem Kollegen Werner Hiebel ist es ein Anliegen, Bleisatz und Handpressendruck als Tradition zu bewahren und als Meilenstein der Geschichte der &amp;bdquo;digitalen&amp;ldquo; Generation wieder neu zu vermitteln.

Denn mehr als das Blei in den Gewehrl&amp;auml;ufen, hat das Blei in den Setzk&amp;auml;sten die Welt ver&amp;auml;ndert, sagte schon Schriftsteller, Mathematiker und Physiker Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799).
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<guid>http://www.flachsmarkt.de/blog/index.php#53</guid>
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<title>Für die Linner Gastrobrüder Winkmann ist der Flachsmarkt Pflicht</title>
<link>http://www.flachsmarkt.de/blog/index.php#62</link>
<pubDate>Wed, 15 May 2013 08:00:00 +0200</pubDate>
<content:encoded>
<![CDATA[<p><a href="/images/blog/images/winkmann-o.jpg" rel="fancybox" title="Flachsmarkt rund um Burg Linn in Krefeld"><img alt="" src="/images/blog/images/winkmann.jpg" style="width: 250px; float: left; margin: 5px;" /></a>Der traditionelle Handwerkermarkt in Linn zeichnet sich dank umsichtiger Regie der Organisatoren vor allem dadurch aus, dass das Angebot an Imbissst&auml;nden Jahr f&uuml;r Jahr auf ein akzeptables Ma&szlig; beschr&auml;nkt bleibt. Zwei mit langj&auml;hriger Erfahrung auf dem Flachsmarkt sind die geb&uuml;rtigen Linner Reiner (50) und Fred Winkmann (47). Die gelernten Metzger und Betreiber zweier Gastrobetriebe haben unabh&auml;ngig voneinander ihre gastronomischen Qualit&auml;ten entwickelt und werden auch in diesem Jahr wieder auf dem Flachsmarkt Flagge zeigen.</p>

<p>Bereits ihr Vater Hans geh&ouml;rte zu den knapp 20 Ausstellern, die beim ersten Flachsmarkt vor 38 Jahren f&uuml;r das leibliche Wohl der G&auml;ste sorgten. Reiner Winkmann schleppt heute mit seinen f&uuml;nf Angestellten kiloweise Rosmarinkartoffeln, Spie&szlig;braten und Grillwurst auf den Markt. Mit mehr als 20 Helfern dreht sein Bruder Fred in Spitzenzeiten vor allem Spanferkel auf dem Holzkohlengrill und bietet in seinem Gastrobereich au&szlig;erdem Erbsensuppe aus einer Gulaschkanone aus alten Best&auml;nden der Nationalen Volksarmee der DDR an.</p>
<br/><br/><p>1992 hat Reiner Winkmann auf dem Flachsmarkt begonnen und hat seitdem alle H&ouml;hen und Tiefen des Gesch&auml;ftes erlebt. &bdquo;Das Gesch&auml;ft ist nicht planbar, auch wenn die Rahmenbedingungen mit Tausenden von Besuchern erst einmal hervorragend sind&ldquo;, res&uuml;mieren die Br&uuml;der. Zu gro&szlig;e Hitze oder zu viel Regen schaden Besucherzahlen und Umsatz, hinzu kommt, dass viele Besucher zwar einen guten Imbiss zu sch&auml;tzen wissen, aber durchaus vorsichtig mit ihrem Budget umgehen. &bdquo;Gastronomen und Besucher profitieren aber sicher davon, dass das Angebot von der Arbeitsgemeinschaft sehr genau gepr&uuml;ft wird und entsprechend reglementiert ist&ldquo;, so Fred Winkmann.</p>

<p>Bevor jedoch der erste Euro eingenommen wird, stehen mehrere Stunden Aufbauarbeit, akribische Planung und ein gro&szlig;er Einkauf an. Neben ihrem beruflichen Engagement h&auml;ngt aber auch ein St&uuml;ck Herzblut an der Traditionsveranstaltung in Linn. &bdquo;Schade ist, dass im Laufe der Zeit immer weniger der Handwerker in Linn bei den Bewohnern &uuml;bernachten, im Laufe der Zeit und nat&uuml;rlich auch mit der Gr&ouml;&szlig;e der Veranstaltung ist die private Atmosph&auml;re zwischen den Handwerkern leider ein wenig verloren gegangen&ldquo;, res&uuml;miert Reiner Winkmann. Trotzdem kann er davon ausge-hen, am Pfingstwochenende wieder viele alte Bekannte zu treffen&hellip;.</p>

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<description>Der traditionelle Handwerkermarkt in Linn zeichnet sich dank umsichtiger Regie der Organisatoren vor allem dadurch aus, dass das Angebot an Imbissst&amp;auml;nden Jahr f&amp;uuml;r Jahr auf ein akzeptables Ma&amp;szlig; beschr&amp;auml;nkt bleibt. Zwei mit langj&amp;auml;hriger Erfahrung auf dem Flachsmarkt sind die geb&amp;uuml;rtigen Linner Reiner (50) und Fred Winkmann (47). Die gelernten Metzger und Betreiber zweier Gastrobetriebe haben unabh&amp;auml;ngig voneinander ihre gastronomischen Qualit&amp;auml;ten entwickelt und werden auch in diesem Jahr wieder auf dem Flachsmarkt Flagge zeigen.

Bereits ihr Vater Hans geh&amp;ouml;rte zu den knapp 20 Ausstellern, die beim ersten Flachsmarkt vor 38 Jahren f&amp;uuml;r das leibliche Wohl der G&amp;auml;ste sorgten. Reiner Winkmann schleppt heute mit seinen f&amp;uuml;nf Angestellten kiloweise Rosmarinkartoffeln, Spie&amp;szlig;braten und Grillwurst auf den Markt. Mit mehr als 20 Helfern dreht sein Bruder Fred in Spitzenzeiten vor allem Spanferkel auf dem Holzkohlengrill und bietet in seinem Gastrobereich au&amp;szlig;erdem Erbsensuppe aus einer Gulaschkanone aus alten Best&amp;auml;nden der Nationalen Volksarmee der DDR an.
1992 hat Reiner Winkmann auf dem Flachsmarkt begonnen und hat seitdem alle H&amp;ouml;hen und Tiefen des Gesch&amp;auml;ftes erlebt. &amp;bdquo;Das Gesch&amp;auml;ft ist nicht planbar, auch wenn die Rahmenbedingungen mit Tausenden von Besuchern erst einmal hervorragend sind&amp;ldquo;, res&amp;uuml;mieren die Br&amp;uuml;der. Zu gro&amp;szlig;e Hitze oder zu viel Regen schaden Besucherzahlen und Umsatz, hinzu kommt, dass viele Besucher zwar einen guten Imbiss zu sch&amp;auml;tzen wissen, aber durchaus vorsichtig mit ihrem Budget umgehen. &amp;bdquo;Gastronomen und Besucher profitieren aber sicher davon, dass das Angebot von der Arbeitsgemeinschaft sehr genau gepr&amp;uuml;ft wird und entsprechend reglementiert ist&amp;ldquo;, so Fred Winkmann.

Bevor jedoch der erste Euro eingenommen wird, stehen mehrere Stunden Aufbauarbeit, akribische Planung und ein gro&amp;szlig;er Einkauf an. Neben ihrem beruflichen Engagement h&amp;auml;ngt aber auch ein St&amp;uuml;ck Herzblut an der Traditionsveranstaltung in Linn. &amp;bdquo;Schade ist, dass im Laufe der Zeit immer weniger der Handwerker in Linn bei den Bewohnern &amp;uuml;bernachten, im Laufe der Zeit und nat&amp;uuml;rlich auch mit der Gr&amp;ouml;&amp;szlig;e der Veranstaltung ist die private Atmosph&amp;auml;re zwischen den Handwerkern leider ein wenig verloren gegangen&amp;ldquo;, res&amp;uuml;miert Reiner Winkmann. Trotzdem kann er davon ausge-hen, am Pfingstwochenende wieder viele alte Bekannte zu treffen&amp;hellip;.
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<item>
<title>Fischereigeschichte erlebbar machen</title>
<link>http://www.flachsmarkt.de/blog/index.php#60</link>
<pubDate>Tue, 14 May 2013 08:00:00 +0200</pubDate>
<content:encoded>
<![CDATA[<p><a href="/images/blog/images/Fischer_Joerg_Nadler_1-o.jpg" rel="fancybox" title="Flachsmarkt rund um Burg Linn in Krefeld"><img alt="" src="/images/blog/images/Fischer_Joerg_Nadler_1.jpg" style="width: 250px; float: left; margin: 5px;" /></a> Die Ostseefischer im 18. und 19. Jahrhundert mussten nicht nur k&ouml;rperlich robust und belastbar sein, sie durften auch keine empfindliche Nase haben. Und dabei geht es nicht einmal um den Geruch der Meerestiere. Frischer Fisch riecht gemeinhin nicht. &bdquo;Aber die Impr&auml;gnierung des Bootes mit echtem Terpentin, Holz- und Steinkohleteer oder die Pflege der Arbeitsstiefel mit Lebertran verschl&auml;gt empfindlichen Nasen den Atem&ldquo;, erz&auml;hlt J&ouml;rg Nadler. Der 44-J&auml;hrige wei&szlig;, wovon er spricht. Zum dritten Mal nimmt der ausgebildete Berufsfischer &ndash; sein Revier ist der 43 Kilometer lange Ostseefjord Schlei &ndash; die Besucher des Krefelder Flachsmarktes am Wochenende, 18. bis 20. Mai, mit auf eine (See-)reise in die Geschichte der k&uuml;stennahen Fischerei an der deutschen Ostsee. Und die war mitnichten romantisch, wie manch einer meinen mag.</p>
<br/><br/><p>Auch wenn J&ouml;rg Nadler auf dem traditionellen Flachsmarkt auf Burg Linn im wahrsten Wortsinn auf dem Trockenen fischen muss, die mitgebrachte &bdquo;Smakkejolle&ldquo; &ndash; der Nachbau eines zweimastigen, mit rechteckigen, sogenannten Sprietsegeln ausgestatteten Fischereifahrzeugs aus dem Jahr 1890 - l&auml;sst erahnen, dass Fischfang zu fr&uuml;heren Zeiten kein Zuckerschlecken war. Das offene Traditionsboot ist gerade mal 5,10 Meter lang und damit von hochmodernen Fischkuttern so weit entfernt wie die Ostseek&uuml;ste vom S&uuml;dseestrand. Wer hier arbeitete, musste hart im Nehmen sein. Und dennoch: &bdquo;Das Boot war klein, aber handlich und selbst f&uuml;r einen Mann &sbquo;Besatzung&lsquo; problemlos zu besegeln&ldquo;, berichtet J&ouml;rg Nadler. Nicht umsonst seien die &bdquo;Smakkejollen&ldquo; in ihrer Bauart rund 250 Jahre nahezu unver&auml;ndert geblieben.</p>

<p><a href="/images/blog/images/Fischer_Joerg_Nadler_2-o.jpg" rel="fancybox" title="Flachsmarkt rund um Burg Linn in Krefeld"><img alt="" src="/images/blog/images/Fischer_Joerg_Nadler_2.jpg" style="width: 250px; float: left; margin: 5px;" /></a> Neben der &bdquo;Smakkejolle&ldquo;, die &uuml;brigens von der Flensburger Museumswerft nach Originalbaupl&auml;nen 1:1 rekonstruiert wurde, pr&auml;sentiert J&ouml;rg Nadler zum diesj&auml;hrigen Flachsmarkt auch entsprechende Fischereiger&auml;te und Fischfangausr&uuml;stung. Mit im Boot hat er beispielsweise Netze aus Leinen- bzw. Baumwollgarn und Hanf, Kescher, eine historische Fischwaage von 1890, Fischspeere und Aaleisen. Hier k&ouml;nnen Interessierte ihre eigene Fischertauglichkeit erproben: Sie haben die Gelegenheit, in traditioneller Handarbeit Netze zu kn&uuml;pfen. &bdquo;Oder sie schauen mir dabei &uuml;ber die Schulter, wie ich Fischernetze restauriere&ldquo;, betont J&ouml;rg Nadler, der auch bei der Arbeitskluft keine Abstriche in Sachen Authentizit&auml;t macht. Auf dem Handwerkermarkt zeigt er sich im &Ouml;lzeug, der wetterfesten Oberbekleidung, die vor N&auml;sse und Wind sch&uuml;tzen sollte. Und das &Ouml;lzeug, das die Ostseefischer in dieser Form bis etwa 1930 trugen, erhielt seinen Namen nicht von Ungef&auml;hr: Die kn&ouml;chellangen Baumwollm&auml;ntel wurden mit Lein&ouml;l impr&auml;gniert, w&auml;hrend der bis in den Schritt reichende Lederschaft der Fischerstiefel mit Lebertran gedichtet wurde. Man ahnt es: Nach frischer Meeresbrise dufteten die hart arbeitenden Ostseefischer nicht. Zudem sei die Schutzkleidung auch nicht gerade bequem gewesen. &bdquo;Der Stehkragen des Mantels scheuert bei kalten Wetter, wenn die Kleidung steif ist, im Nacken&ldquo;, erz&auml;hlt J&ouml;rg Nadler. Dennoch: Um Interessierten die historische Welt der Ostseefischerei nahe zu bringen, schl&uuml;pft der 44-J&auml;hrige gern in die Kluft.</p>

<p><a href="/images/blog/images/Fischer_Joerg_Nadler_3-o.jpg" rel="fancybox" title="Flachsmarkt rund um Burg Linn in Krefeld"><img alt="" src="/images/blog/images/Fischer_Joerg_Nadler_3.jpg" style="width: 250px; float: left; margin: 5px;" /></a>Dass J&ouml;rg Nadler der Faszination Fischerei erlegen und Vollerwerbsfischer mit Leib und Seele ist, ist eigentlich verwunderlich. Dabei hat er als geb&uuml;rtiger Wuppertaler gar kein Meersalz in den Adern. &bdquo;Aber schon mein Vater liebte das Meer, das hat er mir wohl mitgegeben&ldquo;, vermutet Nadler, der seine Ausbildung zum Binnenfischer in NRW absolviert hat. Nach einem beruflichen Abstecher als Ergotherapeut machte er sich im April 2002 als K&uuml;stenfischer bei Schleswig selbstst&auml;ndig. Seitdem hat er sich mit der T&auml;tigkeit in der Museumsfischerei ein zus&auml;tzliches Standbein geschaffen. Schon seit Anfang der 1990er Jahre besch&auml;ftigte sich J&ouml;rg Nadler mit den Formen der historischen Fischerei in unterschiedlichen Epochen von der Steinzeit bis heute. Inzwischen sind Fischereiausr&uuml;stungen f&uuml;r acht&nbsp; verschiedene Zeitepochen nachgefertigt worden, die bei Museumsveranstaltungen vorgef&uuml;hrt werden k&ouml;nnen. Die &bdquo;Smakkejolle&ldquo; erhielt &uuml;brigens im letzten Jahr als Fischereifahrzug einen Fahrterlaubnisschein und ein offizielles Fischereikennzeichen von der Fischereiaufsicht Kappeln. Vermutlich seit mehreren Jahrzehnten erstmals wieder als Neuzulassung eines Fischerbootes in der K&uuml;stenfischerei unter Segeln und Rudern.</p>

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<description> Die Ostseefischer im 18. und 19. Jahrhundert mussten nicht nur k&amp;ouml;rperlich robust und belastbar sein, sie durften auch keine empfindliche Nase haben. Und dabei geht es nicht einmal um den Geruch der Meerestiere. Frischer Fisch riecht gemeinhin nicht. &amp;bdquo;Aber die Impr&amp;auml;gnierung des Bootes mit echtem Terpentin, Holz- und Steinkohleteer oder die Pflege der Arbeitsstiefel mit Lebertran verschl&amp;auml;gt empfindlichen Nasen den Atem&amp;ldquo;, erz&amp;auml;hlt J&amp;ouml;rg Nadler. Der 44-J&amp;auml;hrige wei&amp;szlig;, wovon er spricht. Zum dritten Mal nimmt der ausgebildete Berufsfischer &amp;ndash; sein Revier ist der 43 Kilometer lange Ostseefjord Schlei &amp;ndash; die Besucher des Krefelder Flachsmarktes am Wochenende, 18. bis 20. Mai, mit auf eine (See-)reise in die Geschichte der k&amp;uuml;stennahen Fischerei an der deutschen Ostsee. Und die war mitnichten romantisch, wie manch einer meinen mag.
Auch wenn J&amp;ouml;rg Nadler auf dem traditionellen Flachsmarkt auf Burg Linn im wahrsten Wortsinn auf dem Trockenen fischen muss, die mitgebrachte &amp;bdquo;Smakkejolle&amp;ldquo; &amp;ndash; der Nachbau eines zweimastigen, mit rechteckigen, sogenannten Sprietsegeln ausgestatteten Fischereifahrzeugs aus dem Jahr 1890 - l&amp;auml;sst erahnen, dass Fischfang zu fr&amp;uuml;heren Zeiten kein Zuckerschlecken war. Das offene Traditionsboot ist gerade mal 5,10 Meter lang und damit von hochmodernen Fischkuttern so weit entfernt wie die Ostseek&amp;uuml;ste vom S&amp;uuml;dseestrand. Wer hier arbeitete, musste hart im Nehmen sein. Und dennoch: &amp;bdquo;Das Boot war klein, aber handlich und selbst f&amp;uuml;r einen Mann &amp;sbquo;Besatzung&amp;lsquo; problemlos zu besegeln&amp;ldquo;, berichtet J&amp;ouml;rg Nadler. Nicht umsonst seien die &amp;bdquo;Smakkejollen&amp;ldquo; in ihrer Bauart rund 250 Jahre nahezu unver&amp;auml;ndert geblieben.

 Neben der &amp;bdquo;Smakkejolle&amp;ldquo;, die &amp;uuml;brigens von der Flensburger Museumswerft nach Originalbaupl&amp;auml;nen 1:1 rekonstruiert wurde, pr&amp;auml;sentiert J&amp;ouml;rg Nadler zum diesj&amp;auml;hrigen Flachsmarkt auch entsprechende Fischereiger&amp;auml;te und Fischfangausr&amp;uuml;stung. Mit im Boot hat er beispielsweise Netze aus Leinen- bzw. Baumwollgarn und Hanf, Kescher, eine historische Fischwaage von 1890, Fischspeere und Aaleisen. Hier k&amp;ouml;nnen Interessierte ihre eigene Fischertauglichkeit erproben: Sie haben die Gelegenheit, in traditioneller Handarbeit Netze zu kn&amp;uuml;pfen. &amp;bdquo;Oder sie schauen mir dabei &amp;uuml;ber die Schulter, wie ich Fischernetze restauriere&amp;ldquo;, betont J&amp;ouml;rg Nadler, der auch bei der Arbeitskluft keine Abstriche in Sachen Authentizit&amp;auml;t macht. Auf dem Handwerkermarkt zeigt er sich im &amp;Ouml;lzeug, der wetterfesten Oberbekleidung, die vor N&amp;auml;sse und Wind sch&amp;uuml;tzen sollte. Und das &amp;Ouml;lzeug, das die Ostseefischer in dieser Form bis etwa 1930 trugen, erhielt seinen Namen nicht von Ungef&amp;auml;hr: Die kn&amp;ouml;chellangen Baumwollm&amp;auml;ntel wurden mit Lein&amp;ouml;l impr&amp;auml;gniert, w&amp;auml;hrend der bis in den Schritt reichende Lederschaft der Fischerstiefel mit Lebertran gedichtet wurde. Man ahnt es: Nach frischer Meeresbrise dufteten die hart arbeitenden Ostseefischer nicht. Zudem sei die Schutzkleidung auch nicht gerade bequem gewesen. &amp;bdquo;Der Stehkragen des Mantels scheuert bei kalten Wetter, wenn die Kleidung steif ist, im Nacken&amp;ldquo;, erz&amp;auml;hlt J&amp;ouml;rg Nadler. Dennoch: Um Interessierten die historische Welt der Ostseefischerei nahe zu bringen, schl&amp;uuml;pft der 44-J&amp;auml;hrige gern in die Kluft.

Dass J&amp;ouml;rg Nadler der Faszination Fischerei erlegen und Vollerwerbsfischer mit Leib und Seele ist, ist eigentlich verwunderlich. Dabei hat er als geb&amp;uuml;rtiger Wuppertaler gar kein Meersalz in den Adern. &amp;bdquo;Aber schon mein Vater liebte das Meer, das hat er mir wohl mitgegeben&amp;ldquo;, vermutet Nadler, der seine Ausbildung zum Binnenfischer in NRW absolviert hat. Nach einem beruflichen Abstecher als Ergotherapeut machte er sich im April 2002 als K&amp;uuml;stenfischer bei Schleswig selbstst&amp;auml;ndig. Seitdem hat er sich mit der T&amp;auml;tigkeit in der Museumsfischerei ein zus&amp;auml;tzliches Standbein geschaffen. Schon seit Anfang der 1990er Jahre besch&amp;auml;ftigte sich J&amp;ouml;rg Nadler mit den Formen der historischen Fischerei in unterschiedlichen Epochen von der Steinzeit bis heute. Inzwischen sind Fischereiausr&amp;uuml;stungen f&amp;uuml;r acht&amp;nbsp; verschiedene Zeitepochen nachgefertigt worden, die bei Museumsveranstaltungen vorgef&amp;uuml;hrt werden k&amp;ouml;nnen. Die &amp;bdquo;Smakkejolle&amp;ldquo; erhielt &amp;uuml;brigens im letzten Jahr als Fischereifahrzug einen Fahrterlaubnisschein und ein offizielles Fischereikennzeichen von der Fischereiaufsicht Kappeln. Vermutlich seit mehreren Jahrzehnten erstmals wieder als Neuzulassung eines Fischerbootes in der K&amp;uuml;stenfischerei unter Segeln und Rudern.
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<item>
<title>Leopold-Wahlefeld-Plakette für Dr. Christoph Reichmann</title>
<link>http://www.flachsmarkt.de/blog/index.php#61</link>
<pubDate>Sat, 11 May 2013 08:00:00 +0200</pubDate>
<content:encoded>
<![CDATA[<p><a href="/images/blog/images/DrReichmann-web-o.jpg" rel="fancybox" title="Flachsmarkt rund um Burg Linn in Krefeld"><img alt="" src="/images/blog/images/DrReichmann-web.jpg" style="width: 185px; float: left; margin: 5px;" /></a>Anl&auml;sslich des diesj&auml;hrigen Flachsmarktes wird traditionell die Leopold-Wahlefeld-Plakette verliehen. Preistr&auml;ger in diesem Jahr ist Dr. Christoph Reichmann, Leiter des Museums Burg Linn.</p>

<p>Die Arbeitsgemeinschaft Flachsmarkt verleiht jedes Jahr im Rahmen des Er&ouml;ffnungsprogrammes des Flachsmarktes die Leopold-Wahlefeld-Plakette an Pers&ouml;nlichkeiten, Institutionen oder Gruppen welche sich durch eine au&szlig;erordentliche Leistung zur F&ouml;rderung des Gemeinwesens in den Bereichen Brauchtumspflege, Soziales und Jugendarbeit hervorgetan haben.</p>
<br/><br/>
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<description>Anl&amp;auml;sslich des diesj&amp;auml;hrigen Flachsmarktes wird traditionell die Leopold-Wahlefeld-Plakette verliehen. Preistr&amp;auml;ger in diesem Jahr ist Dr. Christoph Reichmann, Leiter des Museums Burg Linn.

Die Arbeitsgemeinschaft Flachsmarkt verleiht jedes Jahr im Rahmen des Er&amp;ouml;ffnungsprogrammes des Flachsmarktes die Leopold-Wahlefeld-Plakette an Pers&amp;ouml;nlichkeiten, Institutionen oder Gruppen welche sich durch eine au&amp;szlig;erordentliche Leistung zur F&amp;ouml;rderung des Gemeinwesens in den Bereichen Brauchtumspflege, Soziales und Jugendarbeit hervorgetan haben.
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<guid>http://www.flachsmarkt.de/blog/index.php#61</guid>
</item>
<item>
<title>Die Schirmherrin 2013</title>
<link>http://www.flachsmarkt.de/blog/index.php#59</link>
<pubDate>Tue, 07 May 2013 08:00:00 +0200</pubDate>
<content:encoded>
<![CDATA[<p><a href="/images/blog/images/Wensky_Copyright_by_Fotostudio Brigitta_Leber_web-o.jpg" rel="fancybox" title="Flachsmarkt rund um Burg Linn in Krefeld"><img alt="" src="/images/blog/images/Wensky_Copyright_by_Fotostudio Brigitta_Leber_web.jpg" style="height:160px; float: left; margin: 5px;" /></a> Frau Prof. Dr. Margret Wensky (Foto Copyright by Fotostudio BrigittaLeber) ist die Schirmherrin des Flachsmarkt 2013 und wird den Flacshmarkt am Pfingstsamstag auf der Vorburg &ouml;ffiziell er&ouml;ffnen. Sie hat an den Universit&auml;ten M&uuml;nster und Bonn Geschichte und Germanistik studiert und war Sch&uuml;lerin der renommierten Stadthistorikerin Edith Ennen (1907-1999). Seit 1974 ist sie als Historikerin und Abteilungsleiterin f&uuml;r Stadt- und Landesgeschichte im heutigen LVR-Institut f&uuml;r Landeskunde und Regionalgeschichte in Bonn t&auml;tig. An der Universit&auml;t Bonn vertritt sie als Honorarprofessorin die Verfassungs- Sozial- und Wirtschaftsgeschichte.</p>

<p>Ihre Arbeits- und Forschungsschwerpunkte liegen in der Stadt- und Landesgeschichte, die sie in Schrift, Wort und Lehre vertritt. Ihre zahlreichen Ver&ouml;ffentlichungen und Herausgeberschaften geben dar&uuml;ber Auskunft. Das Themenspektrum ist dabei nicht auf das Rheinland begrenzt, doch es bildet den zentralen Rahmen ihres Wirkens.</p>
<br/><br/><p>F&uuml;r den Landschaftsverband Rheinland gibt sie seit vielen Jahren den &bdquo;Rheinischen St&auml;dteatlas&ldquo;, heraus - ein historisch-topographisches Grundlagenwerk zur rheinischen St&auml;dtegeschichte, das mittlerweile f&uuml;r fast 100 St&auml;dte vorliegt. Auch die &bdquo;Krefelder St&auml;dte&ldquo; Linn und Uerdingen wie Krefeld sind darin bereits vertreten; sie sind dem Zusammenwirken mit der Stadt und dem ehemaligen Stadtarchivar Dr. Guido Rotthoff zu verdanken.</p>

<p>Zu ihren Aufgabengebieten z&auml;hlen auch Projekte wie das Internetportal Rheinische Geschichte (<a href="http://www.rheinische-geschichte.lvr.de" target="_blank">www.rheinische-geschichte.lvr.de</a>) &ndash; ein umfassendes Informationssystem des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) zu 2000 Jahren rheinischer Geschichte, das seit 2010 online ist. Auch Krefelder Themen und Pers&ouml;nlichkeiten werden darin in Zusammenarbeit mit Krefelder Institutionen und Autorinnen und Autoren ber&uuml;cksichtigt. Aktuell entsteht unter Frau Wenskys Beteiligung in der Nachbarstadt Moers eine Neukonzeption von &bdquo;Geschichtsstationen&ldquo;, die im &ouml;ffentlichen Raum einer breiten &Ouml;ffentlichkeit die Geschichte der Stadt n&auml;her bringen sollen.</p>

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<description> Frau Prof. Dr. Margret Wensky (Foto Copyright by Fotostudio BrigittaLeber) ist die Schirmherrin des Flachsmarkt 2013 und wird den Flacshmarkt am Pfingstsamstag auf der Vorburg &amp;ouml;ffiziell er&amp;ouml;ffnen. Sie hat an den Universit&amp;auml;ten M&amp;uuml;nster und Bonn Geschichte und Germanistik studiert und war Sch&amp;uuml;lerin der renommierten Stadthistorikerin Edith Ennen (1907-1999). Seit 1974 ist sie als Historikerin und Abteilungsleiterin f&amp;uuml;r Stadt- und Landesgeschichte im heutigen LVR-Institut f&amp;uuml;r Landeskunde und Regionalgeschichte in Bonn t&amp;auml;tig. An der Universit&amp;auml;t Bonn vertritt sie als Honorarprofessorin die Verfassungs- Sozial- und Wirtschaftsgeschichte.

Ihre Arbeits- und Forschungsschwerpunkte liegen in der Stadt- und Landesgeschichte, die sie in Schrift, Wort und Lehre vertritt. Ihre zahlreichen Ver&amp;ouml;ffentlichungen und Herausgeberschaften geben dar&amp;uuml;ber Auskunft. Das Themenspektrum ist dabei nicht auf das Rheinland begrenzt, doch es bildet den zentralen Rahmen ihres Wirkens.
F&amp;uuml;r den Landschaftsverband Rheinland gibt sie seit vielen Jahren den &amp;bdquo;Rheinischen St&amp;auml;dteatlas&amp;ldquo;, heraus - ein historisch-topographisches Grundlagenwerk zur rheinischen St&amp;auml;dtegeschichte, das mittlerweile f&amp;uuml;r fast 100 St&amp;auml;dte vorliegt. Auch die &amp;bdquo;Krefelder St&amp;auml;dte&amp;ldquo; Linn und Uerdingen wie Krefeld sind darin bereits vertreten; sie sind dem Zusammenwirken mit der Stadt und dem ehemaligen Stadtarchivar Dr. Guido Rotthoff zu verdanken.

Zu ihren Aufgabengebieten z&amp;auml;hlen auch Projekte wie das Internetportal Rheinische Geschichte (www.rheinische-geschichte.lvr.de) &amp;ndash; ein umfassendes Informationssystem des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) zu 2000 Jahren rheinischer Geschichte, das seit 2010 online ist. Auch Krefelder Themen und Pers&amp;ouml;nlichkeiten werden darin in Zusammenarbeit mit Krefelder Institutionen und Autorinnen und Autoren ber&amp;uuml;cksichtigt. Aktuell entsteht unter Frau Wenskys Beteiligung in der Nachbarstadt Moers eine Neukonzeption von &amp;bdquo;Geschichtsstationen&amp;ldquo;, die im &amp;ouml;ffentlichen Raum einer breiten &amp;Ouml;ffentlichkeit die Geschichte der Stadt n&amp;auml;her bringen sollen.
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<guid>http://www.flachsmarkt.de/blog/index.php#59</guid>
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<item>
<title>Olbrish Taschen -  edle Accessoires mit Funktion </title>
<link>http://www.flachsmarkt.de/blog/index.php#58</link>
<pubDate>Thu, 02 May 2013 08:00:00 +0200</pubDate>
<content:encoded>
<![CDATA[<p><a href="/images/blog/images/Taeschner_Olbrisch_1-o.jpg" rel="fancybox" title="Flachsmarkt rund um Burg Linn in Krefeld"><img alt="" src="/images/blog/images/Taeschner_Olbrisch_1.jpg" style="width: 250px; float: left; margin: 5px;" /></a> M&auml;nner vermuten darin den ganzen Mikrokosmos einer Frau &ndash; die Rede ist von einer Handtasche. Und damit liegen die Herren der Sch&ouml;pfung noch nicht einmal so falsch. Denn eine gute Handtasche muss ebenso funktionell wie attraktiv sein. Sie muss Platz f&uuml;r Utensilien wie Schl&uuml;ssel, Portemonnaie, Mobiltelefon und Kosmetik, bei allem Inhalt aber auch ausreichend Bewegungsfreiheit bieten. Wolfgang Olbrisch und Bernd Goebel vom Berliner Unternehmen Olbrish fertigen Leder-taschen, in denen frau formsch&ouml;ne Begleiter f&uuml;r den Alltag findet. Beim diesj&auml;hrigen Flachsmarkt vom 18. bis 20. Mai auf Burg Linn k&ouml;nnen Interessierte den &bdquo;Taschenmachern&ldquo; aus der Hauptstadt &uuml;ber die Schulter schauen.</p>
<br/><br/><p>Die Taschen der Marke Olbrish stehen f&uuml;r hochwertiges Design, eine klare Formensprache und beste Materialien. Damit hat sich das Unternehmen als&nbsp; Manufaktur f&uuml;r zeitlose und hochwertige Produkte etablieren k&ouml;nnen.&nbsp; Firmengr&uuml;nder Wolfgang Olbrisch wurde bereits vielfach f&uuml;r seine Arbeit ausgezeichnet. So erhielt er unter anderem den &bdquo;reddot best of the best&ldquo; (2007), den Nominee German Design Award (2008 und 2010) sowie den Hessischen Staatspreis f&uuml;r das Deutsche Kunsthandwerk (2010).&nbsp;</p>

<p>Das Sortiment von Olbrish umfasst Modelle f&uuml;r jeden Anlass und jeden Auftritt: &nbsp;vom Shopper f&uuml;r den Einkauf bis zur kleinen Handtasche. Dazwischen gibt es Aktentaschen f&uuml;r Notebook und Ordner, Cover f&uuml;rs iPad, Stadtrucks&auml;cke und Dokumentenmappen.</p>

<p><a href="/images/blog/images/Taeschner_Olbrisch_2-o.jpg" rel="fancybox" title="Flachsmarkt rund um Burg Linn in Krefeld"><img alt="" src="/images/blog/images/Taeschner_Olbrisch_2.jpg" style="width: 250px; float: left; margin: 5px;" /></a>Seinen Anfang fand alles in der Hippie-&Auml;ra: Anfang der 1970er Jahre entdeckte Wolfang Olbrisch seine Liebe zum Naturprodukt. Damals fertigte der heute 64-J&auml;hrige, der zun&auml;chst eine Ausbildung zum Technischen Zeichner absolviert hatte, erstmals Lederg&uuml;rtel mit Jugendstilmotiven, die er den Mauerstadttouristen am Kurf&uuml;rstendamm verkaufte. Nur wenig sp&auml;ter entstanden die ersten Taschen aus Naturleder. Nat&uuml;rlich ganz im Zeichen des Zeitgeists &ndash; im Hippie-Look.</p>

<p>Mitte der 1980er Jahre, nach Abitur und Studium der Malerei, traf er auf Bernd Goebel. Eine fruchtbare und erfolgreiche Zusammenarbeit &ndash; bis heute. Gemeinsam entwickeln und fertigen sie &ndash; zun&auml;chst unter dem Namen Cover b -&nbsp; eigene Taschen- und Kleinlederkollektionen. Seit 2007 firmiert das Unternehmen unter Olbrish Produkt GmbH &ndash; mit eigenem Ladenlokal am K&uuml;rf&uuml;rstendamm. Genau dort, wo Wolfgang Olbrisch seine selbst gefertigten Lederwaren in Zeiten des geteilten Berlins anbot.</p>

<p>Trendigen Warenhaus-Mainstream bieten die Kollektionen von Olbrish allerdings nicht: Klare, geometrische Formen und exklusive Materialien pr&auml;gen die Taschen. &bdquo;Reduce to the max&ldquo; ist hier das Leitmotiv.</p>

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<description> M&amp;auml;nner vermuten darin den ganzen Mikrokosmos einer Frau &amp;ndash; die Rede ist von einer Handtasche. Und damit liegen die Herren der Sch&amp;ouml;pfung noch nicht einmal so falsch. Denn eine gute Handtasche muss ebenso funktionell wie attraktiv sein. Sie muss Platz f&amp;uuml;r Utensilien wie Schl&amp;uuml;ssel, Portemonnaie, Mobiltelefon und Kosmetik, bei allem Inhalt aber auch ausreichend Bewegungsfreiheit bieten. Wolfgang Olbrisch und Bernd Goebel vom Berliner Unternehmen Olbrish fertigen Leder-taschen, in denen frau formsch&amp;ouml;ne Begleiter f&amp;uuml;r den Alltag findet. Beim diesj&amp;auml;hrigen Flachsmarkt vom 18. bis 20. Mai auf Burg Linn k&amp;ouml;nnen Interessierte den &amp;bdquo;Taschenmachern&amp;ldquo; aus der Hauptstadt &amp;uuml;ber die Schulter schauen.
Die Taschen der Marke Olbrish stehen f&amp;uuml;r hochwertiges Design, eine klare Formensprache und beste Materialien. Damit hat sich das Unternehmen als&amp;nbsp; Manufaktur f&amp;uuml;r zeitlose und hochwertige Produkte etablieren k&amp;ouml;nnen.&amp;nbsp; Firmengr&amp;uuml;nder Wolfgang Olbrisch wurde bereits vielfach f&amp;uuml;r seine Arbeit ausgezeichnet. So erhielt er unter anderem den &amp;bdquo;reddot best of the best&amp;ldquo; (2007), den Nominee German Design Award (2008 und 2010) sowie den Hessischen Staatspreis f&amp;uuml;r das Deutsche Kunsthandwerk (2010).&amp;nbsp;

Das Sortiment von Olbrish umfasst Modelle f&amp;uuml;r jeden Anlass und jeden Auftritt: &amp;nbsp;vom Shopper f&amp;uuml;r den Einkauf bis zur kleinen Handtasche. Dazwischen gibt es Aktentaschen f&amp;uuml;r Notebook und Ordner, Cover f&amp;uuml;rs iPad, Stadtrucks&amp;auml;cke und Dokumentenmappen.

Seinen Anfang fand alles in der Hippie-&amp;Auml;ra: Anfang der 1970er Jahre entdeckte Wolfang Olbrisch seine Liebe zum Naturprodukt. Damals fertigte der heute 64-J&amp;auml;hrige, der zun&amp;auml;chst eine Ausbildung zum Technischen Zeichner absolviert hatte, erstmals Lederg&amp;uuml;rtel mit Jugendstilmotiven, die er den Mauerstadttouristen am Kurf&amp;uuml;rstendamm verkaufte. Nur wenig sp&amp;auml;ter entstanden die ersten Taschen aus Naturleder. Nat&amp;uuml;rlich ganz im Zeichen des Zeitgeists &amp;ndash; im Hippie-Look.

Mitte der 1980er Jahre, nach Abitur und Studium der Malerei, traf er auf Bernd Goebel. Eine fruchtbare und erfolgreiche Zusammenarbeit &amp;ndash; bis heute. Gemeinsam entwickeln und fertigen sie &amp;ndash; zun&amp;auml;chst unter dem Namen Cover b -&amp;nbsp; eigene Taschen- und Kleinlederkollektionen. Seit 2007 firmiert das Unternehmen unter Olbrish Produkt GmbH &amp;ndash; mit eigenem Ladenlokal am K&amp;uuml;rf&amp;uuml;rstendamm. Genau dort, wo Wolfgang Olbrisch seine selbst gefertigten Lederwaren in Zeiten des geteilten Berlins anbot.

Trendigen Warenhaus-Mainstream bieten die Kollektionen von Olbrish allerdings nicht: Klare, geometrische Formen und exklusive Materialien pr&amp;auml;gen die Taschen. &amp;bdquo;Reduce to the max&amp;ldquo; ist hier das Leitmotiv.
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<guid>http://www.flachsmarkt.de/blog/index.php#58</guid>
</item>
<item>
<title>Je älter, desto edler - Produkte aus Leder </title>
<link>http://www.flachsmarkt.de/blog/index.php#57</link>
<pubDate>Tue, 30 Apr 2013 08:00:00 +0200</pubDate>
<content:encoded>
<![CDATA[<p><a href="/images/blog/images/Eric-Cosnier_4-o.jpg" rel="fancybox" title="Flachsmarkt rund um Burg Linn in Krefeld"><img alt="" src="/images/blog/images/Eric-Cosnier_4.jpg" style="width: 250px; float: left; margin: 5px;" /></a> Leder ist geschmeidig und dabei z&auml;h, vielseitig einsetzbar und gleichzeitig &auml;u&szlig;erst haltbar. Gutes Leder ist nahezu unverw&uuml;stlich. Und vielleicht das &auml;lteste Material, das bearbeitet und aus dem Gebrauchsgegenst&auml;nde gefertigt wurden. Schon die Schuhe des Steinzeitmenschen &bdquo;&Ouml;tzi&ldquo; waren aus gegerbter Tierhaut. &bdquo;Wir haben das Leder nicht erfunden, aber wir haben etwas daraus gemacht&ldquo;, sagt Eric Cosnier. Der geb&uuml;rtige Franzose, der seit Mitte der 1980er Jahre in Deutschland lebt, arbeitet seit mehr als 28 Jahren mit Tierhaut. Auf dem Krefelder Flachsmarkt zeigt der 51-J&auml;hrige, der sich das Ledererhandwerk autodidaktisch erarbeitet hat, vom 18. bis 20. Mai wie vielf&auml;ltig der Einsatz von Leder im Alltag ist. Fr&uuml;her wie heute.</p>
<br/><br/><p><a href="/images/blog/images/Eric-Cosnier_9-o.jpg" rel="fancybox" title="Flachsmarkt rund um Burg Linn in Krefeld"><img alt="" src="/images/blog/images/Eric-Cosnier_9.jpg" style="width: 250px; float: left; margin: 5px;" /></a>Seine Liebe zu diesem besonderen Naturmaterial hat Eric Cosnier schon w&auml;hrend der Kindheit entdeckt: &bdquo;Als 13-j&auml;hriger Junge habe ich in einem Ferienlager einen Leder-Workshop mitgemacht&ldquo;, erinnert sich Cosnier. Schon war es passiert: Er war der Faszination &bdquo;Leder&ldquo; erlegen. Er kaufte sich entsprechendes Werkzeug, um Armb&auml;nder fertigen zu k&ouml;nnen, mit dem Verkauf derer er sein Taschengeld aufbesserte. Der Gedanke, mit dem Lederer-Handwerk seinen Lebensunterhalt zu bestreiten, erschien ihm aber geradezu utopisch.&nbsp; Doch genau diesen Kindheitstraum hat sich Eric Cosnier erf&uuml;llt:&nbsp; Mit M&uuml;he und Geduld hat er sich eine eigene Werkstatt aufgebaut, produziert hier ausschlie&szlig;lich aus pflanzlich gegerbtem Rinds-, B&uuml;ffel-, Ziegen- und K&auml;nguru-Leder Gebrauchsgegenst&auml;nde wie Portemonnaies, G&uuml;rtel, Etuis und Hundeleinen, aber auch Dekorationsartikel wie Masken. &bdquo;Artikel aus Leder sind keine Wegwerfprodukte&ldquo;, betont Cosnier. Im Gegenteil: Handgefertigte Produkte aus Leder begleiten den Besitzer &uuml;ber Jahre, gewinnen mit der Zeit an Charakter und Individualit&auml;t. Je &auml;lter, desto edler.</p>

<p>Wenn Eric Cosnier von &bdquo;Handwerk&ldquo; spricht, so kann man das durchaus w&ouml;rtlich nehmen. Denn in seiner kleinen Werkstatt stehen keinerlei Maschinen: noch nicht mal eine simple N&auml;hmaschine nutzt Cosnier bei seiner T&auml;tigkeit. &bdquo;Mein wichtigstes Handwerkszeug sind in der Tat meine H&auml;nde&ldquo;, betont der 51-J&auml;hrige aus Hohenwart im Landkreis Pfaffenhofen, der noch genauso arbeitet wie Zunftkollegen vergangener Jahrhunderte. Die diffizilen Flechttechniken, mit Hilfe derer dem Leder ganz ohne k&uuml;nstliche Naht oder Klebstoff Form gegeben wird, hat er sich bei gelernten Handwerkskollegen abgeschaut und durch &bdquo;Trial-and-Error&ldquo; selbst beigebracht. Viele Jahre hat es gedauert, bis er diese Techniken perfektioniert hatte. Im Laufe der Zeit hat sich Cosnier auf die klassische Sattlernaht spezialisiert, auf Flechtarbeiten und seine ganz eigene Art der Buchbinderei.</p>

<p><a href="/images/blog/images/Eric-Cosnier_25-o.jpg" rel="fancybox" title="Flachsmarkt rund um Burg Linn in Krefeld"><img alt="" src="/images/blog/images/Eric-Cosnier_25.jpg" style="width: 250px; float: left; margin: 5px;" /></a>Auch die traditionelle Technik zur Herstellung von Ledermasken beherrscht der geb&uuml;rtige Franzose. Wie das nasse Leder zu diesem Zweck &uuml;ber Holzformen gezogen und nachgeformt wird, hat er bei einem ausgewiesenen Experten auf diesem Gebiet gelernt.</p>

<p>Auf dem Flachsmarkt k&ouml;nnen Interessierte den alt hergebrachten Herstellungsprozess kleinerer Alltagsgegenst&auml;nde aus Leder begleiten. Neben einigen seiner Maskenmodell pr&auml;sentiert Cosnier auf Burg Linn mit der Produktion von G&uuml;rteln und Leinen in Flechttechnik vor allem die klassische Sattlerarbeit.</p>

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</content:encoded>
<description> Leder ist geschmeidig und dabei z&amp;auml;h, vielseitig einsetzbar und gleichzeitig &amp;auml;u&amp;szlig;erst haltbar. Gutes Leder ist nahezu unverw&amp;uuml;stlich. Und vielleicht das &amp;auml;lteste Material, das bearbeitet und aus dem Gebrauchsgegenst&amp;auml;nde gefertigt wurden. Schon die Schuhe des Steinzeitmenschen &amp;bdquo;&amp;Ouml;tzi&amp;ldquo; waren aus gegerbter Tierhaut. &amp;bdquo;Wir haben das Leder nicht erfunden, aber wir haben etwas daraus gemacht&amp;ldquo;, sagt Eric Cosnier. Der geb&amp;uuml;rtige Franzose, der seit Mitte der 1980er Jahre in Deutschland lebt, arbeitet seit mehr als 28 Jahren mit Tierhaut. Auf dem Krefelder Flachsmarkt zeigt der 51-J&amp;auml;hrige, der sich das Ledererhandwerk autodidaktisch erarbeitet hat, vom 18. bis 20. Mai wie vielf&amp;auml;ltig der Einsatz von Leder im Alltag ist. Fr&amp;uuml;her wie heute.
Seine Liebe zu diesem besonderen Naturmaterial hat Eric Cosnier schon w&amp;auml;hrend der Kindheit entdeckt: &amp;bdquo;Als 13-j&amp;auml;hriger Junge habe ich in einem Ferienlager einen Leder-Workshop mitgemacht&amp;ldquo;, erinnert sich Cosnier. Schon war es passiert: Er war der Faszination &amp;bdquo;Leder&amp;ldquo; erlegen. Er kaufte sich entsprechendes Werkzeug, um Armb&amp;auml;nder fertigen zu k&amp;ouml;nnen, mit dem Verkauf derer er sein Taschengeld aufbesserte. Der Gedanke, mit dem Lederer-Handwerk seinen Lebensunterhalt zu bestreiten, erschien ihm aber geradezu utopisch.&amp;nbsp; Doch genau diesen Kindheitstraum hat sich Eric Cosnier erf&amp;uuml;llt:&amp;nbsp; Mit M&amp;uuml;he und Geduld hat er sich eine eigene Werkstatt aufgebaut, produziert hier ausschlie&amp;szlig;lich aus pflanzlich gegerbtem Rinds-, B&amp;uuml;ffel-, Ziegen- und K&amp;auml;nguru-Leder Gebrauchsgegenst&amp;auml;nde wie Portemonnaies, G&amp;uuml;rtel, Etuis und Hundeleinen, aber auch Dekorationsartikel wie Masken. &amp;bdquo;Artikel aus Leder sind keine Wegwerfprodukte&amp;ldquo;, betont Cosnier. Im Gegenteil: Handgefertigte Produkte aus Leder begleiten den Besitzer &amp;uuml;ber Jahre, gewinnen mit der Zeit an Charakter und Individualit&amp;auml;t. Je &amp;auml;lter, desto edler.

Wenn Eric Cosnier von &amp;bdquo;Handwerk&amp;ldquo; spricht, so kann man das durchaus w&amp;ouml;rtlich nehmen. Denn in seiner kleinen Werkstatt stehen keinerlei Maschinen: noch nicht mal eine simple N&amp;auml;hmaschine nutzt Cosnier bei seiner T&amp;auml;tigkeit. &amp;bdquo;Mein wichtigstes Handwerkszeug sind in der Tat meine H&amp;auml;nde&amp;ldquo;, betont der 51-J&amp;auml;hrige aus Hohenwart im Landkreis Pfaffenhofen, der noch genauso arbeitet wie Zunftkollegen vergangener Jahrhunderte. Die diffizilen Flechttechniken, mit Hilfe derer dem Leder ganz ohne k&amp;uuml;nstliche Naht oder Klebstoff Form gegeben wird, hat er sich bei gelernten Handwerkskollegen abgeschaut und durch &amp;bdquo;Trial-and-Error&amp;ldquo; selbst beigebracht. Viele Jahre hat es gedauert, bis er diese Techniken perfektioniert hatte. Im Laufe der Zeit hat sich Cosnier auf die klassische Sattlernaht spezialisiert, auf Flechtarbeiten und seine ganz eigene Art der Buchbinderei.

Auch die traditionelle Technik zur Herstellung von Ledermasken beherrscht der geb&amp;uuml;rtige Franzose. Wie das nasse Leder zu diesem Zweck &amp;uuml;ber Holzformen gezogen und nachgeformt wird, hat er bei einem ausgewiesenen Experten auf diesem Gebiet gelernt.

Auf dem Flachsmarkt k&amp;ouml;nnen Interessierte den alt hergebrachten Herstellungsprozess kleinerer Alltagsgegenst&amp;auml;nde aus Leder begleiten. Neben einigen seiner Maskenmodell pr&amp;auml;sentiert Cosnier auf Burg Linn mit der Produktion von G&amp;uuml;rteln und Leinen in Flechttechnik vor allem die klassische Sattlerarbeit.
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<guid>http://www.flachsmarkt.de/blog/index.php#57</guid>
</item>
<item>
<title>Ein Präzisionshandwerk seit U(h)rzeiten</title>
<link>http://www.flachsmarkt.de/blog/index.php#51</link>
<pubDate>Tue, 23 Apr 2013 08:00:00 +0200</pubDate>
<content:encoded>
<![CDATA[<p><a href="/images/blog/images/Uhrmacher-1-o.jpg" rel="fancybox" title="Flachsmarkt rund um Burg Linn in Krefeld"><img alt="" src="/images/blog/images/Uhrmacher-1.jpg" style="width: 250px; float: left; margin: 5px;" /></a>Martin Stadermann verf&uuml;gt &uuml;ber die ruhige Hand eines Chirurgen, den kriminalistischen Sp&uuml;rsinn eines Kommissars und den Forscherdrang eines Wissenschaftlers. Zudem braucht der 54-J&auml;hrige Geduld. Unendlich viel Geduld. Stadermann ist Uhrmachermeister und gepr&uuml;fter Restaurator im Uhrmacherhandwerk. Er pflegt und repariert historische Zeitmesser vor allem aus dem 19. Jahrhundert. Sein Handwerk pr&auml;sentiert er vom 18. bis 20. Mai erstmals auf dem traditionellen Linner Flachsmarkt.</p>
<br/><br/><p>Auf dem Arbeitstisch von Stadermann landen alte Taschen-, Wand-, Tisch- und Standuhren. Seltener &auml;ltere Armbanduhren. Was ihn bewegt, ist das Herzst&uuml;ck der Chronometer &ndash; das mechanische Uhrwerk. Steht das still, f&auml;ngt die Arbeit von Stadermann an. St&uuml;ck f&uuml;r St&uuml;ck zerlegt er das Uhrwerk, um das Teil aufzusp&uuml;ren, das den Stillstand verursacht hat. Bei Gro&szlig;uhren sind es bis zu 150 kleine und kleinste Einzelteile, die daf&uuml;r in Frage kommen. Ein Spiel auf Zeit.</p>

<p><a href="/images/blog/images/Uhrmacher-2-o.jpg" rel="fancybox" title="Flachsmarkt rund um Burg Linn in Krefeld"><img alt="" src="/images/blog/images/Uhrmacher-2.jpg" style="width: 250px; float: left; margin: 5px;" /></a>Dabei hat sich das eigentliche Handwerk seit U(h)rzeiten nicht ver&auml;ndert. Schlie&szlig;lich ist der mechanische Aufbau der Zeitmesser derselbe wie vor hunderten von Jahren. &bdquo;Doch die verwendeten Materialien sind andere&ldquo;, sagt Martin Stadermann. Viele Ersatzteile seien heute einfach nicht mehr erh&auml;ltlich, deshalb fertigt der Wahl-Preetzer, der geb&uuml;rtig aus dem Lipperland stammt, diese auch selbst. Werke aus Messing, winzige Wellen und Achsen aus Silberstahl - eine zeit- und kostenintensive T&auml;tigkeit. Doch Besitzer, die ihre Chronometer zu Stadermann bringen, wissen nicht den materiellen, sondern vielmehr den ideellen Wert ihrer Uhr zu sch&auml;tzen. Sie ahnen sicher: Ein Zeitmesser, der nicht pr&auml;zise l&auml;uft und schl&auml;gt, ist kaum mehr als ein h&uuml;bsches M&ouml;belst&uuml;ck.</p>

<p>Auf dem Flachsmarkt l&auml;sst er sich von den Besuchern bei der Arbeit gerne &uuml;ber die Schulter schauen und erkl&auml;rt dabei die pr&auml;zisen Prozesse, die in einem Uhrwerk ablaufen. Vor allem bei der Reinigung sollen die Technik interessierten Zuschauer auch mitmachen k&ouml;nnen. &bdquo;Fr&uuml;her wurde dies mit Salmiakgeist und Schmierseife gemacht&ldquo;, erl&auml;utert Martin Stadermann. Daf&uuml;r m&uuml;sse man allerdings ziemlich unempfindlich sein. Denn Technik konnte Anno Dazumal eben auch ganz furchtbar riechen. Zapfen polieren, Lager ausbohren und Futter ersetzen&nbsp; - das k&ouml;nnen die Flachsmarkt-Besucher selbst erleben und ein Gef&uuml;hl daf&uuml;r bekommen, wie aufw&auml;ndig es ist, die ebenso hochempfindlichen wie hochpr&auml;zisen Uhren zu pflegen und instand zu halten bzw. instand zu setzen.</p>

<p><a href="/images/blog/images/Uhrmacher-3-o.jpg" rel="fancybox" title="Flachsmarkt rund um Burg Linn in Krefeld"><img alt="" src="/images/blog/images/Uhrmacher-3.jpg" style="width: 250px; float: left; margin: 5px;" /></a>Martin Stadermann wurde die Faszination f&uuml;r die raffinierten Zeitmaschinen quasi in die Wiege gelegt. &bdquo;Mein Vater war schon Uhrmacher&ldquo;, erz&auml;hlt der 54-j&auml;hrige Familienvater. Einen Gro&szlig;teil seiner Kindheit habe er in der Werkstatt verbracht, im Laufe der Zeit wurde klar, dass er beruflich in die v&auml;terlichen Fu&szlig;stapfen treten w&uuml;rde.</p>

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<description>Martin Stadermann verf&amp;uuml;gt &amp;uuml;ber die ruhige Hand eines Chirurgen, den kriminalistischen Sp&amp;uuml;rsinn eines Kommissars und den Forscherdrang eines Wissenschaftlers. Zudem braucht der 54-J&amp;auml;hrige Geduld. Unendlich viel Geduld. Stadermann ist Uhrmachermeister und gepr&amp;uuml;fter Restaurator im Uhrmacherhandwerk. Er pflegt und repariert historische Zeitmesser vor allem aus dem 19. Jahrhundert. Sein Handwerk pr&amp;auml;sentiert er vom 18. bis 20. Mai erstmals auf dem traditionellen Linner Flachsmarkt.
Auf dem Arbeitstisch von Stadermann landen alte Taschen-, Wand-, Tisch- und Standuhren. Seltener &amp;auml;ltere Armbanduhren. Was ihn bewegt, ist das Herzst&amp;uuml;ck der Chronometer &amp;ndash; das mechanische Uhrwerk. Steht das still, f&amp;auml;ngt die Arbeit von Stadermann an. St&amp;uuml;ck f&amp;uuml;r St&amp;uuml;ck zerlegt er das Uhrwerk, um das Teil aufzusp&amp;uuml;ren, das den Stillstand verursacht hat. Bei Gro&amp;szlig;uhren sind es bis zu 150 kleine und kleinste Einzelteile, die daf&amp;uuml;r in Frage kommen. Ein Spiel auf Zeit.

Dabei hat sich das eigentliche Handwerk seit U(h)rzeiten nicht ver&amp;auml;ndert. Schlie&amp;szlig;lich ist der mechanische Aufbau der Zeitmesser derselbe wie vor hunderten von Jahren. &amp;bdquo;Doch die verwendeten Materialien sind andere&amp;ldquo;, sagt Martin Stadermann. Viele Ersatzteile seien heute einfach nicht mehr erh&amp;auml;ltlich, deshalb fertigt der Wahl-Preetzer, der geb&amp;uuml;rtig aus dem Lipperland stammt, diese auch selbst. Werke aus Messing, winzige Wellen und Achsen aus Silberstahl - eine zeit- und kostenintensive T&amp;auml;tigkeit. Doch Besitzer, die ihre Chronometer zu Stadermann bringen, wissen nicht den materiellen, sondern vielmehr den ideellen Wert ihrer Uhr zu sch&amp;auml;tzen. Sie ahnen sicher: Ein Zeitmesser, der nicht pr&amp;auml;zise l&amp;auml;uft und schl&amp;auml;gt, ist kaum mehr als ein h&amp;uuml;bsches M&amp;ouml;belst&amp;uuml;ck.

Auf dem Flachsmarkt l&amp;auml;sst er sich von den Besuchern bei der Arbeit gerne &amp;uuml;ber die Schulter schauen und erkl&amp;auml;rt dabei die pr&amp;auml;zisen Prozesse, die in einem Uhrwerk ablaufen. Vor allem bei der Reinigung sollen die Technik interessierten Zuschauer auch mitmachen k&amp;ouml;nnen. &amp;bdquo;Fr&amp;uuml;her wurde dies mit Salmiakgeist und Schmierseife gemacht&amp;ldquo;, erl&amp;auml;utert Martin Stadermann. Daf&amp;uuml;r m&amp;uuml;sse man allerdings ziemlich unempfindlich sein. Denn Technik konnte Anno Dazumal eben auch ganz furchtbar riechen. Zapfen polieren, Lager ausbohren und Futter ersetzen&amp;nbsp; - das k&amp;ouml;nnen die Flachsmarkt-Besucher selbst erleben und ein Gef&amp;uuml;hl daf&amp;uuml;r bekommen, wie aufw&amp;auml;ndig es ist, die ebenso hochempfindlichen wie hochpr&amp;auml;zisen Uhren zu pflegen und instand zu halten bzw. instand zu setzen.

Martin Stadermann wurde die Faszination f&amp;uuml;r die raffinierten Zeitmaschinen quasi in die Wiege gelegt. &amp;bdquo;Mein Vater war schon Uhrmacher&amp;ldquo;, erz&amp;auml;hlt der 54-j&amp;auml;hrige Familienvater. Einen Gro&amp;szlig;teil seiner Kindheit habe er in der Werkstatt verbracht, im Laufe der Zeit wurde klar, dass er beruflich in die v&amp;auml;terlichen Fu&amp;szlig;stapfen treten w&amp;uuml;rde.
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<item>
<title>Flachsen, Färben, Seile drehen</title>
<link>http://www.flachsmarkt.de/blog/index.php#49</link>
<pubDate>Tue, 02 Apr 2013 08:00:00 +0200</pubDate>
<content:encoded>
<![CDATA[<p><a href="/images/blog/images/HVW_Flachs_003-o.jpg" rel="fancybox" title="Flachsmarkt rund um Burg Linn in Krefeld"><img alt="" src="/images/blog/images/HVW_Flachs_003.jpg" style="width: 250px; float: left; margin: 5px;" /></a>Als Flachs- und Leinendorf wurde Wulfen, ein Ortsteil von Dorsten, bekannt. Das Traditionshandwerk des Flachsanbaus und der Flachsverarbeitung war dort fest verwurzelt. Heute f&uuml;hlt sich der Heimatverein Wulfen der Pflege und Erhaltung dieses alten Gewerbes verpflichtet. Wen wundert es da, dass der Verein seit vielen Jahren den Krefelder Flachsmarkt bereichert und die Flachsverarbeitung, den damit verbundenen Blaudruck sowie auch das Metier der Seilerei pr&auml;sentiert. Auch bei der diesj&auml;hrigen Auflage des bekannten Kunsthandwerkermarkts auf Burg Linn sind die Ehrenamtlichen des Heimatvereins Wulfen vom 18. bis 20. Mai vertreten.</p>
<br/><br/><p>Garnspinnen und Weben &ndash; davon haben wohl die meisten Menschen eine vage Vorstellung. Historischen Darstellungen sei Dank. Doch mit dem Begriff &bdquo;Flachs&ldquo; k&ouml;nnen nur wenige etwas anfangen. Erst das Synonym &bdquo;Leinen&ldquo; sorgt f&uuml;r Klarheit: Das ist doch der Stoff, aus dem beispielsweise leichte Sommerkleidung gemacht wird. Genau. &bdquo;Doch bevor das Tuch als Bluse oder Hose so edel knittert, muss das Leinen bzw. der Flachs in einem m&uuml;hevollen Prozess bearbeitet werden&ldquo;, erl&auml;utert Johannes Kr&uuml;mpel, Vorsitzender des Heimatvereins Wulfen.</p>

<p><a href="/images/blog/images/HVW_Seilerei_001-o.jpg" rel="fancybox" title="Flachsmarkt rund um Burg Linn in Krefeld"><img alt="" src="/images/blog/images/HVW_Seilerei_001.jpg" style="width: 250px; float: left; margin: 5px;" /></a> &Uuml;ber die komplette Produktionskette von Anbau und Ernte des Flachses und die Arbeitsg&auml;nge des Riffelns, der R&ouml;ste und der Bearbeitung und Handhabung mit Brake, Schwinge, Hechel und Haspel herrscht jedoch weitgehend Unwissenheit. Auf dem diesj&auml;hrigen Linner Flachsmarkt f&uuml;hrt die &bdquo;Flachsgruppe&ldquo; des Wulfener Heimatvereins dieses alte Handwerk vor. &bdquo;Anbau und Ernte k&ouml;nnen nat&uuml;rlich nicht gezeigt werden, aber beim Bearbeitungsprozess k&ouml;nnen die Flachsmarkt-Besucher unseren Mitgliedern &uuml;ber die Schulter schauen&ldquo;, betont Johannes Kr&uuml;mpel. Mit historischen Ger&auml;tschaften zur Weiterverarbeitung des Flachses, darunter zwei gro&szlig;e, alte Holzwebst&uuml;hle, lassen die Heimatfreunde fr&uuml;here Arbeitsweisen wieder aufleben und bieten damit ein buntes, aber realistisches Abbild der Handwerksgeschichte.</p>

<p>&Uuml;brigens: Der Heimatverein baut Faserflachs auf angepachteter landwirtschaftlicher Fl&auml;che selbst an und gewinnt damit einen Teil des ben&ouml;tigten Rohmaterials. &bdquo;Weiteres Material wird noch hinzugekauft&ldquo;, erl&auml;utert der Vorsitzende das Engagement des Vereins.</p>

<p><strong>Blaudruck</strong></p>

<p>Neben der Flachsverarbeitung war im 17. und 18. Jahrhundert der Blaudruck ein wichtiger Wirtschaftszweig im Wulfener Raum. Auch diese Tradition der Weiterverarbeitung des Tuches zeigt eine Gruppe des Heimatvereins Wulfen auf Burg Linn. Vor allem Kinder sind eingeladen, sich darin zu versuchen.</p>

<p>Blaudruck ist eine alte Technik des Textildrucks, mit der Leinen- oder Baumwollstoffe bedruckt werden. Es entsteht &ndash; so sagt es der Name - ein blau-wei&szlig;es Muster. Dies geschieht auch heute noch von Hand mit sogenannten Modeln: h&ouml;lzerne Druckformen mit verschiedenen Motiven, die wie eine Art Stempel genutzt werden. Fr&uuml;her wie heute werden mit dem traditionellen Blaudruck zum Beispiel Tischdecken, Sch&uuml;rzen, Kissenbez&uuml;ge, Taschen und andere Artikel verziert.</p>

<p>Man unterscheidet dabei drei Drucktechniken. Beim &bdquo;Direktdruck&ldquo; entsteht ein blaues Muster auf wei&szlig;em Grund, da die Farbe direkt auf die Stoffoberfl&auml;che &uuml;bertragen wird. Beim &bdquo;Reservedruck&ldquo; entsteht ein wei&szlig;es Muster auf blauem Grund. Und beim &bdquo;&Auml;tzdruck&ldquo; wird ein blau gef&auml;rbter Stoff mit einer &Auml;tzbeize bedruckt, was ebenfalls zu einem wei&szlig;en Muster auf blauem Grund f&uuml;hrt. Die Rezepturen der Farben und Entwicklungsb&auml;der werden zum Teil seit Jahrhunderten gut geh&uuml;tet und von einer Generation an die n&auml;chste weitergegeben.</p>

<p><strong>Seilerei</strong></p>

<p>Wenn sich am Stand des Heimatvereins Wulfen auf dem Krefelder Flachsmarkt &nbsp;eine Schlange aus Kindern bildet, kann man sicher sein: Dort werden Seile gefertigt. Aus bunten F&auml;den - zumeist Baumwolle - werden von den in blauen Kitteln auftretenden Seilern fortlaufend ca. 4m lange Str&auml;nge gedreht. &bdquo;Das macht den Kids immer viel Freude&ldquo;, wei&szlig; Johannes Kr&uuml;mpel. Und die Kinder k&ouml;nnen stolz sagen: &bdquo;Das habe ich selbst gemacht.&ldquo;</p>

<p>Die Seile werden mittels einer selbst hergestellten Drehkonstruktion per Hand gedreht, an deren Ende ein gewichtiger Naturstein das in Arbeit befindliche Seil auf Spannung h&auml;lt. Ein Beruf, der fr&uuml;her fit hielt. Denn bei der Fertigung legt der Seiler durch das Laufen beim Einspannen der F&auml;den und beim Verdrillen der Litzen von einem zum anderen Ende des Seiles so manche Wegstrecke zur&uuml;ck. &bdquo;Da kam am Tag sicher so mancher Kilometer zusammen&ldquo;, ist Kr&uuml;mpel &uuml;berzeugt.</p>

<p>H&auml;tten Sie es gewusst: Eine fr&uuml;her g&auml;ngige Bezeichnung f&uuml;r die Seile war &bdquo;Reep&ldquo; -&nbsp; Taue oder eine Trosse, die in der Seefahrt eingesetzt wurden. Daher stammt auch der Begriff Reeperbahn. Und Hamburgs bekannteste Meile kennt ja fast jeder.</p>

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<description>Als Flachs- und Leinendorf wurde Wulfen, ein Ortsteil von Dorsten, bekannt. Das Traditionshandwerk des Flachsanbaus und der Flachsverarbeitung war dort fest verwurzelt. Heute f&amp;uuml;hlt sich der Heimatverein Wulfen der Pflege und Erhaltung dieses alten Gewerbes verpflichtet. Wen wundert es da, dass der Verein seit vielen Jahren den Krefelder Flachsmarkt bereichert und die Flachsverarbeitung, den damit verbundenen Blaudruck sowie auch das Metier der Seilerei pr&amp;auml;sentiert. Auch bei der diesj&amp;auml;hrigen Auflage des bekannten Kunsthandwerkermarkts auf Burg Linn sind die Ehrenamtlichen des Heimatvereins Wulfen vom 18. bis 20. Mai vertreten.
Garnspinnen und Weben &amp;ndash; davon haben wohl die meisten Menschen eine vage Vorstellung. Historischen Darstellungen sei Dank. Doch mit dem Begriff &amp;bdquo;Flachs&amp;ldquo; k&amp;ouml;nnen nur wenige etwas anfangen. Erst das Synonym &amp;bdquo;Leinen&amp;ldquo; sorgt f&amp;uuml;r Klarheit: Das ist doch der Stoff, aus dem beispielsweise leichte Sommerkleidung gemacht wird. Genau. &amp;bdquo;Doch bevor das Tuch als Bluse oder Hose so edel knittert, muss das Leinen bzw. der Flachs in einem m&amp;uuml;hevollen Prozess bearbeitet werden&amp;ldquo;, erl&amp;auml;utert Johannes Kr&amp;uuml;mpel, Vorsitzender des Heimatvereins Wulfen.

 &amp;Uuml;ber die komplette Produktionskette von Anbau und Ernte des Flachses und die Arbeitsg&amp;auml;nge des Riffelns, der R&amp;ouml;ste und der Bearbeitung und Handhabung mit Brake, Schwinge, Hechel und Haspel herrscht jedoch weitgehend Unwissenheit. Auf dem diesj&amp;auml;hrigen Linner Flachsmarkt f&amp;uuml;hrt die &amp;bdquo;Flachsgruppe&amp;ldquo; des Wulfener Heimatvereins dieses alte Handwerk vor. &amp;bdquo;Anbau und Ernte k&amp;ouml;nnen nat&amp;uuml;rlich nicht gezeigt werden, aber beim Bearbeitungsprozess k&amp;ouml;nnen die Flachsmarkt-Besucher unseren Mitgliedern &amp;uuml;ber die Schulter schauen&amp;ldquo;, betont Johannes Kr&amp;uuml;mpel. Mit historischen Ger&amp;auml;tschaften zur Weiterverarbeitung des Flachses, darunter zwei gro&amp;szlig;e, alte Holzwebst&amp;uuml;hle, lassen die Heimatfreunde fr&amp;uuml;here Arbeitsweisen wieder aufleben und bieten damit ein buntes, aber realistisches Abbild der Handwerksgeschichte.

&amp;Uuml;brigens: Der Heimatverein baut Faserflachs auf angepachteter landwirtschaftlicher Fl&amp;auml;che selbst an und gewinnt damit einen Teil des ben&amp;ouml;tigten Rohmaterials. &amp;bdquo;Weiteres Material wird noch hinzugekauft&amp;ldquo;, erl&amp;auml;utert der Vorsitzende das Engagement des Vereins.

Blaudruck

Neben der Flachsverarbeitung war im 17. und 18. Jahrhundert der Blaudruck ein wichtiger Wirtschaftszweig im Wulfener Raum. Auch diese Tradition der Weiterverarbeitung des Tuches zeigt eine Gruppe des Heimatvereins Wulfen auf Burg Linn. Vor allem Kinder sind eingeladen, sich darin zu versuchen.

Blaudruck ist eine alte Technik des Textildrucks, mit der Leinen- oder Baumwollstoffe bedruckt werden. Es entsteht &amp;ndash; so sagt es der Name - ein blau-wei&amp;szlig;es Muster. Dies geschieht auch heute noch von Hand mit sogenannten Modeln: h&amp;ouml;lzerne Druckformen mit verschiedenen Motiven, die wie eine Art Stempel genutzt werden. Fr&amp;uuml;her wie heute werden mit dem traditionellen Blaudruck zum Beispiel Tischdecken, Sch&amp;uuml;rzen, Kissenbez&amp;uuml;ge, Taschen und andere Artikel verziert.

Man unterscheidet dabei drei Drucktechniken. Beim &amp;bdquo;Direktdruck&amp;ldquo; entsteht ein blaues Muster auf wei&amp;szlig;em Grund, da die Farbe direkt auf die Stoffoberfl&amp;auml;che &amp;uuml;bertragen wird. Beim &amp;bdquo;Reservedruck&amp;ldquo; entsteht ein wei&amp;szlig;es Muster auf blauem Grund. Und beim &amp;bdquo;&amp;Auml;tzdruck&amp;ldquo; wird ein blau gef&amp;auml;rbter Stoff mit einer &amp;Auml;tzbeize bedruckt, was ebenfalls zu einem wei&amp;szlig;en Muster auf blauem Grund f&amp;uuml;hrt. Die Rezepturen der Farben und Entwicklungsb&amp;auml;der werden zum Teil seit Jahrhunderten gut geh&amp;uuml;tet und von einer Generation an die n&amp;auml;chste weitergegeben.

Seilerei

Wenn sich am Stand des Heimatvereins Wulfen auf dem Krefelder Flachsmarkt &amp;nbsp;eine Schlange aus Kindern bildet, kann man sicher sein: Dort werden Seile gefertigt. Aus bunten F&amp;auml;den - zumeist Baumwolle - werden von den in blauen Kitteln auftretenden Seilern fortlaufend ca. 4m lange Str&amp;auml;nge gedreht. &amp;bdquo;Das macht den Kids immer viel Freude&amp;ldquo;, wei&amp;szlig; Johannes Kr&amp;uuml;mpel. Und die Kinder k&amp;ouml;nnen stolz sagen: &amp;bdquo;Das habe ich selbst gemacht.&amp;ldquo;

Die Seile werden mittels einer selbst hergestellten Drehkonstruktion per Hand gedreht, an deren Ende ein gewichtiger Naturstein das in Arbeit befindliche Seil auf Spannung h&amp;auml;lt. Ein Beruf, der fr&amp;uuml;her fit hielt. Denn bei der Fertigung legt der Seiler durch das Laufen beim Einspannen der F&amp;auml;den und beim Verdrillen der Litzen von einem zum anderen Ende des Seiles so manche Wegstrecke zur&amp;uuml;ck. &amp;bdquo;Da kam am Tag sicher so mancher Kilometer zusammen&amp;ldquo;, ist Kr&amp;uuml;mpel &amp;uuml;berzeugt.

H&amp;auml;tten Sie es gewusst: Eine fr&amp;uuml;her g&amp;auml;ngige Bezeichnung f&amp;uuml;r die Seile war &amp;bdquo;Reep&amp;ldquo; -&amp;nbsp; Taue oder eine Trosse, die in der Seefahrt eingesetzt wurden. Daher stammt auch der Begriff Reeperbahn. Und Hamburgs bekannteste Meile kennt ja fast jeder.
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</item>
<item>
<title>9. Messe für Tourismus &amp; Freizeit</title>
<link>http://www.flachsmarkt.de/blog/index.php#48</link>
<pubDate>Sat, 16 Feb 2013 08:00:00 +0200</pubDate>
<content:encoded>
<![CDATA[<p><a href="/images/blog/images/messe2012-o.jpg" rel="fancybox" title="Flachsmarkt rund um Burg Linn in Krefeld"><img alt="" src="/images/blog/images/messe2012.jpg" style="width: 250px; height: 167px; float: left; margin: 5px;" /></a> Zusammen mit dem Stadtmarketing der Stadt Krefeld und ein paar weiteren Krefelder Organisationen und Firmen, wird auch der Flachsmarkt auf der 9. Messe f&uuml;r Tourismus &amp; Freizeit vertreten sein. Alle Freunde des Flachsmarktes sind herzlich eingeladen uns an 23. und 24. Februar in Kalkar zu besuchen:<br />
<a href="http://www.ntfm.de/" target="_blank">http://www.ntfm.de/</a></p>
<br/><br/>
]]>
</content:encoded>
<description> Zusammen mit dem Stadtmarketing der Stadt Krefeld und ein paar weiteren Krefelder Organisationen und Firmen, wird auch der Flachsmarkt auf der 9. Messe f&amp;uuml;r Tourismus &amp;amp; Freizeit vertreten sein. Alle Freunde des Flachsmarktes sind herzlich eingeladen uns an 23. und 24. Februar in Kalkar zu besuchen:
http://www.ntfm.de/
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<guid>http://www.flachsmarkt.de/blog/index.php#48</guid>
</item>
<item>
<title>Stadtmodell mit Kurfürst</title>
<link>http://www.flachsmarkt.de/blog/index.php#47</link>
<pubDate>Sun, 09 Dec 2012 08:00:00 +0200</pubDate>
<content:encoded>
<![CDATA[<p><a href="/images/blog/images/Kurfuerst_4-web-o.jpg" rel="fancybox" title="Flachsmarkt rund um Burg Linn in Krefeld"><img alt="" src="/images/blog/images/Kurfuerst_4-web.jpg" style="width: 250px; height: 167px; float: left; margin: 5px;" /></a></p>

<p>Die Arbeitsgemeinschaft Flachsmarkt e.V. konnte in diesem Jahr das Projekt &quot;Ensemble aus Stadt-Modell und Kurf&uuml;rst&quot; Realit&auml;t werden lassen. Nachdem mehrere Jahre die Erl&ouml;se der Flachsm&auml;rkte angespart wurden und schlussendlich alle Genehmigungen erteilt worden waren, erwartet nun der strahlende Kurf&uuml;rst und das Sadtmodell alle Besucher Linns an zentraler Stelle vor dem Museum.</p>

<p>Wenn Sie in Linn zu Gast sind, finden Sie dieses Model an der Ecke Rheinbabenstra&szlig;e / Albert-Steeger-Stra&szlig;e direkt vor dem Eingang des Museums Burg Linn.</p>
<br/><br/><p>Das Modell zeigt Linn im Jahre 1650 und wird ab sofort als Ausgangspunkt und als Orientierung f&uuml;r Stadtf&uuml;hrungen durch Linn genutzt. Das Reliefmodell entstand auf der Basis alter Karten und neuerer arch&auml;ologischer Erkenntnisse.<br />
Man erkennt die Burg mit ihren Verteidigungsanlagen, die H&auml;user, die Stadtmauern und die Stadttore, die passiert werden mussten, wenn man Linn einen Besuch abstatten wollte. In Linn standen damals 144 H&auml;user und Linn war zu dieser Zeit Verwaltungssitz eines Amtmannes, der im Auftrag des Kurf&uuml;rsten das Land verwaltete, die Steuern und auch Z&ouml;lle erhob.&nbsp;</p>

<p>Der Kurf&uuml;rst stellt Clemens August Ferdinand Maria Hyazinth von Bayern (1700 - 1761) dar, der in den W&auml;ldern rund um Linn der Jagd nachging und das Jagdschloss neben der Burg erbauen lie&szlig;.&nbsp;</p>

<p>Model und Kurf&uuml;rst wurden vom Erkelenzer K&uuml;nstler und Bildhauer Michael Franken geschaffen. &nbsp;&nbsp;</p>

<p>An dieser Stelle danken wir ausdr&uuml;cklich allen ehrenamtlichen Helfern, die es jedes Jahr aufs neue erm&ouml;glichen, den Flachsmarkt in Linn durchzuf&uuml;hren.<br />
Viele helfende H&auml;nde bereiten den Besuchern aus nah und fern ein Erlebnis, bei dem es jedes Jahr aufs Neue etwas zu entdecken gibt.</p>

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Die Arbeitsgemeinschaft Flachsmarkt e.V. konnte in diesem Jahr das Projekt &amp;quot;Ensemble aus Stadt-Modell und Kurf&amp;uuml;rst&amp;quot; Realit&amp;auml;t werden lassen. Nachdem mehrere Jahre die Erl&amp;ouml;se der Flachsm&amp;auml;rkte angespart wurden und schlussendlich alle Genehmigungen erteilt worden waren, erwartet nun der strahlende Kurf&amp;uuml;rst und das Sadtmodell alle Besucher Linns an zentraler Stelle vor dem Museum.

Wenn Sie in Linn zu Gast sind, finden Sie dieses Model an der Ecke Rheinbabenstra&amp;szlig;e / Albert-Steeger-Stra&amp;szlig;e direkt vor dem Eingang des Museums Burg Linn.
Das Modell zeigt Linn im Jahre 1650 und wird ab sofort als Ausgangspunkt und als Orientierung f&amp;uuml;r Stadtf&amp;uuml;hrungen durch Linn genutzt. Das Reliefmodell entstand auf der Basis alter Karten und neuerer arch&amp;auml;ologischer Erkenntnisse.
Man erkennt die Burg mit ihren Verteidigungsanlagen, die H&amp;auml;user, die Stadtmauern und die Stadttore, die passiert werden mussten, wenn man Linn einen Besuch abstatten wollte. In Linn standen damals 144 H&amp;auml;user und Linn war zu dieser Zeit Verwaltungssitz eines Amtmannes, der im Auftrag des Kurf&amp;uuml;rsten das Land verwaltete, die Steuern und auch Z&amp;ouml;lle erhob.&amp;nbsp;

Der Kurf&amp;uuml;rst stellt Clemens August Ferdinand Maria Hyazinth von Bayern (1700 - 1761) dar, der in den W&amp;auml;ldern rund um Linn der Jagd nachging und das Jagdschloss neben der Burg erbauen lie&amp;szlig;.&amp;nbsp;

Model und Kurf&amp;uuml;rst wurden vom Erkelenzer K&amp;uuml;nstler und Bildhauer Michael Franken geschaffen. &amp;nbsp;&amp;nbsp;

An dieser Stelle danken wir ausdr&amp;uuml;cklich allen ehrenamtlichen Helfern, die es jedes Jahr aufs neue erm&amp;ouml;glichen, den Flachsmarkt in Linn durchzuf&amp;uuml;hren.
Viele helfende H&amp;auml;nde bereiten den Besuchern aus nah und fern ein Erlebnis, bei dem es jedes Jahr aufs Neue etwas zu entdecken gibt.
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<guid>http://www.flachsmarkt.de/blog/index.php#47</guid>
</item>
<item>
<title>Rückblick Flachsmarkt 2012</title>
<link>http://www.flachsmarkt.de/blog/index.php#45</link>
<pubDate>Sat, 07 Jul 2012 08:00:00 +0200</pubDate>
<content:encoded>
<![CDATA[<p>Der R&uuml;ckblick und viele Fotos vom Flachsmarkt 2012 sind nun <a href="http://www.flachsmarkt.de/rueckblick/2012.php">hier online</a>.<br />
Wir bedankenuns bei Allen Besuchern, Helfern und Teilnehmern f&uuml;r einen sehr sch&ouml;nen und erlebnisreichen&nbsp;Flachsmarkt.</p>
<br/><br/>
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</content:encoded>
<description>Der R&amp;uuml;ckblick und viele Fotos vom Flachsmarkt 2012 sind nun hier online.
Wir bedankenuns bei Allen Besuchern, Helfern und Teilnehmern f&amp;uuml;r einen sehr sch&amp;ouml;nen und erlebnisreichen&amp;nbsp;Flachsmarkt.
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<guid>http://www.flachsmarkt.de/blog/index.php#45</guid>
</item>
<item>
<title>Jan Lippinkhof</title>
<link>http://www.flachsmarkt.de/blog/index.php#46</link>
<pubDate>Mon, 18 Jun 2012 08:00:00 +0200</pubDate>
<content:encoded>
<![CDATA[<p>Die Nachricht vom Tod des Scherenschleifers Jan Lippinkhof hat uns sehr betroffen. Er war ein Flachsmarkthandwerker der ersten Stunde und gern ver&ouml;ffentlichen wir an dieser Stelle den Nachruf seiner Frau Petra Lippinkhof.</p>
<br/><br/><div style="border:4px solid black;text-align: center;display:block">
<p style="">Jan Lippinkhof<br />
- Scherenschleifer -<br />
*26.07.1941 &dagger;18.06.2012</p>

<p>Mit Hilfe seines h&ouml;lzernen Schleifwagens aus dem Jahr 1924 demonstrierte er, der Niederl&auml;nder Jan Lippinkhof, die Kunst des Schleifens.<br />
Sein Schleifwagen war zugleich Arbeitsger&auml;t und Werkstatt.<br />
In fr&uuml;heren Zeiten fuhr ein Scherenschleifer &uuml;ber Land von Hof zu Hof, von Dorf zu Dorf oder Stadt zu Stadt.<br />
Seit 1983 hat mein Mann auf vielen historischen und traditionellen M&auml;rkten in Deutschland seinen Schleifwagen in Aktion gezeigt und sein K&ouml;nnen demonstriert.<br />
Die nostalgische Ausstrahlung der laufenden Maschine, das h&ouml;lzerne Rattern in Verbindung mit dem Schleifger&auml;usch versetzte viele interessierte Besucher dieser Veranstaltungen in fasziniertes Erstaunen.<br />
Sein Motto:<br />
&gt;&gt;&gt;&gt;!!! Fr&uuml;her wie heute - vor Ort und sofort !!!&lt;&lt;&lt;&lt;<br />
Seine Arbeit war sein Leben,<br />
die Handwerks- und Marktkollegen eine freundschaftlich verbundene Familie.<br />
Ab 1995 durfte ich dieses gl&uuml;ckliche und erf&uuml;llte Leben mit ihm teilen.<br />
Zuletzt hat er Pfingsten 2012 auf dem Flachsmarkt in Krefeld-Linn gearbeitet.<br />
Im Namen meines verstorbenen Mannes bedanke ich mich bei seiner treuen Kundschaft f&uuml;r das entgegengebrachte Vertrauen.</p>

<p>Petra Lippinkhof</p>
</div>

]]>
</content:encoded>
<description>Die Nachricht vom Tod des Scherenschleifers Jan Lippinkhof hat uns sehr betroffen. Er war ein Flachsmarkthandwerker der ersten Stunde und gern ver&amp;ouml;ffentlichen wir an dieser Stelle den Nachruf seiner Frau Petra Lippinkhof.

Jan Lippinkhof
- Scherenschleifer -
*26.07.1941 &amp;dagger;18.06.2012

Mit Hilfe seines h&amp;ouml;lzernen Schleifwagens aus dem Jahr 1924 demonstrierte er, der Niederl&amp;auml;nder Jan Lippinkhof, die Kunst des Schleifens.
Sein Schleifwagen war zugleich Arbeitsger&amp;auml;t und Werkstatt.
In fr&amp;uuml;heren Zeiten fuhr ein Scherenschleifer &amp;uuml;ber Land von Hof zu Hof, von Dorf zu Dorf oder Stadt zu Stadt.
Seit 1983 hat mein Mann auf vielen historischen und traditionellen M&amp;auml;rkten in Deutschland seinen Schleifwagen in Aktion gezeigt und sein K&amp;ouml;nnen demonstriert.
Die nostalgische Ausstrahlung der laufenden Maschine, das h&amp;ouml;lzerne Rattern in Verbindung mit dem Schleifger&amp;auml;usch versetzte viele interessierte Besucher dieser Veranstaltungen in fasziniertes Erstaunen.
Sein Motto:
&amp;gt;&amp;gt;&amp;gt;&amp;gt;!!! Fr&amp;uuml;her wie heute - vor Ort und sofort !!!&amp;lt;&amp;lt;&amp;lt;&amp;lt;
Seine Arbeit war sein Leben,
die Handwerks- und Marktkollegen eine freundschaftlich verbundene Familie.
Ab 1995 durfte ich dieses gl&amp;uuml;ckliche und erf&amp;uuml;llte Leben mit ihm teilen.
Zuletzt hat er Pfingsten 2012 auf dem Flachsmarkt in Krefeld-Linn gearbeitet.
Im Namen meines verstorbenen Mannes bedanke ich mich bei seiner treuen Kundschaft f&amp;uuml;r das entgegengebrachte Vertrauen.

Petra Lippinkhof

</description>
<guid>http://www.flachsmarkt.de/blog/index.php#46</guid>
</item>
</channel>
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